ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2003Früherkennung: Neue Wege müssen beschritten werden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Es sollte sich auch in den auf Evidenz basierenden medizinischen Denkschulen herumgesprochen haben, dass Krebsfrüherkennung, welche sich auf so genannte Surrogatmarker stützt, niemals frei sein wird von falschpositiven und falschnegativen Ergebnissen. Dies hat physikalische und molekularbiologische Gründe. Unverständlich im Patienteninteresse ist es jedoch, gänzlich auf Krebsfrüherkennung inklusive einer möglichen Vorverlegung des diagnostischen Zeitpunktes verzichten zu wollen, zumal Krebsregister in anderen europäischen Ländern belegen, dass aggressive Prostatakarzinome in den letzten 20 Jahren deutlich häufiger geworden sind und aggressiver. Hier müssen neue Wege beschritten werden:
Es ist inzwischen wissenschaftlich fundierte Erkenntnis, dass eine Krebsfrüherkennung, wäre sie denn politisch erwünscht, durchaus möglich wäre, stützte man sich dabei auf die molekularpathologische Erfassung vorhandener Tumorzellen anstelle von Surrogatmarkern. Ab Einsatz der Neoangiogenese werden durch einen malignen Herd Tumorzellen in die Blutbahn emittiert, die aus dieser isoliert und molekularpathologisch analysiert werden können. Eine organspezifische Zuordnung ist möglich.
Dr. med. Ulrich Kübler,
Siebertstraße 6, 81675 München
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige