ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2003Herzog-Bericht: Falsche Argumentation

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Herzog-Bericht: Falsche Argumentation

Dtsch Arztebl 2003; 100(48): A-3158 / B-2630 / C-2456

Sonnentag, Wolfgang

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LNSLNS Der Satz: „Damit würde eine Krankenschwester die gleiche Prämie zahlen wie ein leitender Angestellter. Der soziale Ausgleich soll über Steuern finanziert werden“, hinterlässt den Eindruck, dass das doch ungerecht wäre. Es ist aber gerecht, dass die zu erbringende medizinische Leistung beim leitenden Angestellten genau soviel kostet wie bei der Krankenschwester, so wie beide für ihre Brötchen eben auch gleich viel zahlen. Der soziale Ausgleich erfolgt über die Steuer, weil der leitende Angestellte eben wesentlich mehr Steuern bezahlt als die Krankenschwester und somit wie sämtliche anderen Steuerzahler zum Ausgleich für die Leistungsschwächeren beiträgt.
Dieser Ausgleich erfolgt bisher nur innerhalb des Versicherungssystems und nicht zu lasten aller Steuerzahler und ist deshalb ungerecht.
Die verkürzte Darstellung „gleiche Prämie für Krankenschwester und Chef“ wird in der politischen Argumentation benützt, um die soziale Ungerechtigkeit des Herzog-Plans aufzuzeigen, ist aber schlicht falsch.
Dr. Wolfgang Sonnentag, Rembrandtring 50, 38228 Salzgitter
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