ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2003Methylenblau gefährlich?

MEDIZIN: Referiert

Methylenblau gefährlich?

Dtsch Arztebl 2003; 100(48): A-3180 / B-2649 / C-2474

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LNSLNS Die Chromoendoskopie mit Methylenblau wird heute vielerorts zur Früherkennung dysplastischer Veränderungen und zur Anfärbung einer spezialisierten intestinalen Metaplasie bei der Zylinderzellmetaplasie der Speiseröhre (Barrettösophagus) eingesetzt.
Möglicherweise ist dieses Vorgehen nicht unproblematisch. Wie die Autoren aus Leeds zeigen konnten, kann die Kombination von endoskopischem Weißlicht und Methylenblau zu DNA-Schäden der Barrettschleimhaut führen, sodass es möglicherweise zu einer Beschleunigung der Karzinogenese kommt. Sicher ist es noch zu früh, der Chromoendoskopie eine Grabrede zu halten, doch ist dieses Verfahren sicher dann kritisch zu betrachten, wenn sich die Untersuchungsergebnisse der Autoren bestätigen sollten. w

Olliver J R, Wild C P, Hardie LJ et al.: Chromoendoscopy with methylene blue and associated DNA damage in Barrett's oesophagus. Lancet 2003, 362: 373–374.

Dr. L. J. Hardie, Molecular Epidemiology Unit, Epidemiology and Health Services Research, University of Leeds, Leeds LS2 9JT, Großbritannien, E-Mail: l.j.hardie@leeds.ac.uk

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