ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2003Mercedes T-Modell der E-Klasse: „Lastesel“ mit allem Sterne-Komfort

VARIA: Auto und Verkehr

Mercedes T-Modell der E-Klasse: „Lastesel“ mit allem Sterne-Komfort

Seidel, Marc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Fotos: Seidel
Fotos: Seidel
Der Stuttgarter Automobilhersteller komplettiert die E-Klasse mit einem gut gelungenen Kombi.

Die E-Klasse (und ihre Vorläufer) ist für Mercedes das wichtigste Produkt in einer breiten Modellpalette. Seit 1947 repräsentiert sie mehr als 45 Prozent der gesamten PKW-Produktion des schwäbischen Autoherstellers. Mehr als zehn Millionen Stück liefen seit damals vom Band. Mit einigem Abstand zur Einführung der aktuellen E-Klasse kam die Kombiversion hinzu: das T-Modell.
War das erste T-Modell 1978 noch als PKW konzipiert, der hauptsächlich für Transporte eingesetzt wurde, so ist von diesem „Lastesel-Image“ heute nichts mehr übrig geblieben. Schon das Design der T-Reihe signalisiert andere Attribute: dynamisch, kraftvoll, elegant.
Die schwungvolle Linienführung geht jedoch nicht zulasten des Ladevolumens: bis zu 1 950 Liter fasst die neue T-Klasse bei umgelegten Rücksitzen. Bleibt die Rücksitzbank in ihrer Verankerung, schluckt der Kofferraum immer noch 690 Liter. Außerdem finden dann fünf Erwachsene gut Platz.
Die Markteinführung des T-Modells nutzte Mercedes auch zur Einführung zahlreicher technischer Neuerungen in dieser Baureihe. Dazu gehören beispielsweise das aktive Kurvenlicht der Bi-Xenonscheinwerfer (1 566 Euro Aufpreis), das in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Lenkradeinschlag die Straße wesentlich besser ausleuchtet. Das elektrohydraulische Bremssystem SBC (Serie) bietet dem Fahrer mehr Komfort und Sicherheit: Bremsimpulse werden nicht mechanisch, sondern elektronisch weitergeleitet. Bei einer Notbremsung wird automatisch eine Vollbremsung ausge-löst; sämtliche Bremseingriffe überwacht und optimiert ein Computer. Bei aufsteigenden Strecken oder Abfahrten verhindert das System darüber hinaus das ungewollte Vor- oder Rückwärtsrollen.
Das Easy-Pack-System erleichtert mit vielen Details das Beladen des Fahrzeugs: Die Heckklappe kann im oberen Drittel ihres Öffnungswinkels beliebig gestoppt werden. Die Laderaumabdeckung weicht beim Öffnen der Heckklappe automatisch zurück. Die Rücksitzbank ist asymmetrisch geteilt und lässt sich in ihrer Lehnenneigung in Schritten von zwei Grad variieren. Gegen Aufpreis gibt es sogar einen ausfahrbaren Laderaumboden (904,80 Euro), Ablageboxen (87 Euro) oder eine vollständig nach vorne klappbare Beifahrerlehne (290 Euro). Angeboten wird der neue Kombi in der Mercedes typischen Palette: Classic, Elegance und Avantgarde.
Zur Serienausstattung aller T-Modelle in der E-Klasse gehören unter anderem Airbags mit mehrstufiger Auslöselogik und Sidebags für Fahrer und Beifahrer sowie Windowbag, ABS, ESP und Bremsassistent-System, Gurtstraffer mit Gurtkraftbegrenzung für alle äußeren Plätze (vorne zweistufig, hinten einstufig), Kopfstützen für alle Plätze, Klimaautomatik, Armlehne mit klimatisiertem großem Fach, elektrische Fensterheber, ein Autoradio mit CD-Laufwerk sowie ein Tempomat.
Für die neue Mercedes-Kombilimousine stehen zunächst drei Benzin- und drei CDI-Dieselaggregate bereit. Die drei Benzinmotoren mit vier beziehungsweise sechs Zylindern bieten ein Leistungsspektrum von 120 kW/163 PS bis 165 kW/224 PS. Die drei CDI-Triebwerke mit vier, fünf und sechs Zylindern reichen von 110 kW/150 PS
bis 150 kW/204 PS. Gegen-über dem Vorgängermodell bieten die neuen Motoren mehr Leistung und höheres Drehmoment in allen Hubraumklassen sowie (nach Angaben des Herstellers) bis zu 0,6 Liter weniger Verbrauch.
Die Motorenpalette wurde mit einem neuen „Bi-Turbo Common-Rail-Diesel“ nach oben hin erweitert. Das Triebwerk leistet 191 kW/260 PS. Damit schafft es die E-Klasse in 6,7 Sekunden von null auf hundert. Die Maximalgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeriegelt. Der Verbrauch: 9,4 Liter.
Der Einstiegspreis für die 400 CDI-Limousine liegt bei 57 884 Euro. Günstigstes T-Modell ist der E 200 Kompressor mit einem Preis ab
38 048 Euro. Marc Seidel
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote