ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2003Vordrucke sollen Demenz-Diagnose erleichtern

VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

Vordrucke sollen Demenz-Diagnose erleichtern

Dtsch Arztebl 2003; 100(48): A-3185

Simm, Michael

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Obwohl eine Reihe schneller und einfacher Demenz-Tests für die Praxis zur Verfügung steht, haben die Ärzte in Deutschland wenig Interesse an der Diagnostik der Alzheimerschen Krankheit. Diesen Schluss zieht Dr. Rainer Zerfaß (Pfizer) aus den Daten einer Untersuchung im Raum Bonn. Dort hatte man für das erste Quartal 2001 das Abrechnungsverhalten aller 943 niedergelassenen Ärzte ausgewertet. Die Demenz-Tests vorbehaltenen EBM-Nummern 890 bis 892 waren dabei 91-mal aufgetaucht, im Vergleich zu weitaus aufwendigeren, aber häufigeren Untersuchungen wie Langzeit-EKG (EBM Nr. 612 = 445-mal) und Langzeitblutdruck (EBM Nr. 606 = 325-mal).
Die Firmen Pfizer und Eisai, die gemeinsam Donepezil (Aricept®) zur Therapie des Morbus Alzheimer vertreiben, wollen nun die Ärzte bei ihrer Diagnostik unterstützen, indem sie Vordrucke für die wichtigsten Demenztests kostenfrei zur Verfügung stellen (Pfizer GmbH, Sabine Kunzmann, Pfizerstraße 1, 76139 Karlsruhe, oder Fax: 07 21/
62 03 93 72). Es handelt sich um den Uhrenzeichentest, „für alle, die es besonders eilig haben“, den neuen DemTect®, der besonders gut zwischen Gesunden und Kranken differenzieren kann, sowie den Mini-Mental-State-Test, der sich gut zur quantitativen Bewertung einer Demenz eignet. Beim DemTect, der in acht bis zehn Minuten erhoben werden kann, soll noch im Herbst eine kostenfreie digitale Version verfügbar sein. Michael Simm
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema