ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2003Spätabtreibung: Behindertes ungeborenes Leben schützen

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Spätabtreibung: Behindertes ungeborenes Leben schützen

Dtsch Arztebl 2003; 100(49): A-3200 / B-2664 / C-2488

JB

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LNSLNS CDU/CSU-Fraktion legt Antrag zur Vermeidung von Spätabtreibungen vor.
Die Bundestagsfraktion von CDU/CSU hat die Bundesregierung in einem Antrag aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die gesetzlichen Regelungen für Schwangerschaftsabbrüche präzisiert und ergänzende Regelungen zur Eingrenzung insbesondere von Spätabtreibungen vorsieht. Grund für diesen Vorstoß ist die Auffassung der Antragsteller, dass der Schutz behinderten ungeborenen Lebens nicht den verfassungsrechtlichen Anforderungen genüge. Vielfach erfolgten bei einer vermuteten Behinderung des Kindes Abbrüche bis kurz vor dem Geburtstermin. Eine mögliche Behinderung allein sei aber kein Grund für eine Abtreibung, argumentieren die Antragsteller.
Die CDU/CSU-Fraktion plädiert ferner dafür, die medizinische Aufklärung zu verbessern und sie um eine psychosoziale Komponente zu erweitern. Dies gelte vor allem für Frauen und Eltern, die sich nach Inanspruchnahme der Pränataldiagnostik in einem Konflikt befinden.
Die Parlamentarier fordern überdies eine genaue Erfassung aller Spätabtreibungen. Zudem sprechen sie sich für ein einheitliches Leistungsrecht für Behinderte aus, das der Bund finanzieren soll. JB
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