ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2003Aids-Stiftung: Reiche Länder sollen helfen

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Aids-Stiftung: Reiche Länder sollen helfen

Dtsch Arztebl 2003; 100(49): A-3200 / B-2664 / C-2488

Clade, Harald

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Aids-Benefiz-Konzert in Südafrika: Nelson Mandela begrüßt 40 000 Zuschauer. Foto: dpa
Aids-Benefiz-Konzert in Südafrika: Nelson Mandela begrüßt 40 000 Zuschauer. Foto: dpa
Integration von Prävention und Therapie
Zum weltweiten Kampf gegen Aids und zur Verbesserung von Prävention und Therapie hat die Deutsche Aids-Stiftung im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember aufgerufen. Eine verbesserte medikamentöse Versorgung der Menschen in den Entwicklungsländern sei für die reichen Industrieländer mehr als eine ethische Pflicht, sagte Dr. Christoph Uleer vom Vorstand der Deutschen Aids-Stiftung in Bonn.
Im Gegensatz zur Situation in den 90er-Jahren könne die Immunschwächekrankheit heute mit Kombinationstherapien immer besser behandelt, wenn auch nicht geheilt werden. Seitdem hätten die Überlebenszeiten der behandelten Patienten in den Industrieländern stark zugenommen. Dagegen sei die Mortalitätsrate in den Entwicklungsländern unverändert hoch. Nach Statistiken der Welt­gesund­heits­organi­sation benötigten zurzeit sechs Millionen Menschen in Entwicklungsländern Kombinationstherapien, versorgt würden hingegen lediglich 300 000 Betroffene. Die Deutsche Aids-Stiftung forderte die reichen Länder auf, ihr finanzielles Engagement zur Aids-Bekämpfung zu verstärken. HC
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