ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2003Laufstudie: Jogger sollten kürzer treten

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Laufstudie: Jogger sollten kürzer treten

Dtsch Arztebl 2003; 100(49): A-3202

Richter-Kuhlmann, Eva

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Viele Freizeit-Jogger belasten ihren Körper zu stark. Foto: BilderBox
Viele Freizeit-Jogger belasten ihren Körper zu stark. Foto: BilderBox
AOK kündigt Fitness-Bonus an.

Deutschlands Freizeitläufer neigen dazu, sich zu überfordern. Einer aktuellen Studie der AOK zufolge beanspruchen fast die Hälfte aller Jogger ihren Körper so stark, dass das Laufen nicht mehr ihrer Gesundheit dient. Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln analysierten bei 320 Freizeitläuferinnen und -läufern zwischen elf und 85 Jahren in Berlin, Bonn und Dresden das Trainingsverhalten. Dazu untersuchten sie verschiedene medizinische Werte, wie den Laktatgehalt im Blut, und fragten nach den Motiven für das Laufen. Häufig wurden körperliche Fitness, Freude an der Bewegung und Stressabbau genannt. Schwach ausgeprägt sei allerdings die Körperwahrnehmung der Läufer, resümierten die Wissenschaftler. Warnsignale, wie Seitenstechen, Pulsrasen oder beginnende Muskelkrämpfe, würden häufig ignoriert. Durch die Ergebnisse der Studie fühlt sich die AOK darin bestätigt, ihren Versicherten möglichst individuelle Gesundheitsprogramme anzubieten.
Künftig soll sich die Gesundheitsvorsorge auch finanziell lohnen. „Unsere Versicherten werden ab 2004 die Möglichkeit erhalten, einen AOK-Bonustarif zu wählen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Um den Bonus zu erhalten, müssen die Versicherten regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen und sich impfen lassen. Wer ein aktuelles Sportabzeichen oder einen zertifizierten Fitnesstest nachweisen kann, soll ebenfalls belohnt werden. ER
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