ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2003Krankenhäuser: Katastrophale Zahlungsmoral

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Krankenhäuser: Katastrophale Zahlungsmoral

Dtsch Arztebl 2003; 100(49): A-3232 / B-2689 / C-2512

Müller, Helmut

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LNSLNS Die von der KGNW beklagte Situation ist nicht neu, schon länger verzeichnen die Krankenhäuser bundesweit eine katastrophale Zahlungsmoral der Krankenkassen. Eine Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI) Ende 2002 zeigte, dass von 325 befragten KH bei fast drei Viertel diese Zahlungen nicht fristgerecht erfolgten. Bei der 103. Haupt­ver­samm­lung des Marburger Bundes im Mai dieses Jahres wurde mit überwältigender Mehrheit ein Antrag (Liquiditätsengpässe der Krankenhäuser) angenommen, der Aufsichtsbehörden und BMGS aufforderte, diese unerträglichen Praktiken der Krankenkassen abzustellen.
Dieser Antrag wurde auch wortgleich vom diesjährigen Deutschen Ärztetag in Köln verabschiedet – Effekt gleich null.
Die Kassen – und allen voran die AOK – betreiben weiter ihre Zahlungsverzögerungen auf dem Rücken der Krankenhäuser, zulasten der Steuerzahler. Wie lange noch?
Dr. med. Helmut Müller,
Vorsitzender des Ärztlichen Bezirksverbandes Niederbayern, Lilienstraße 5, 94315 Straubing
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