ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2003Partizipation: Gewollte „Integration“ droht zu scheitern

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Partizipation: Gewollte „Integration“ droht zu scheitern

PP 2, Ausgabe Dezember 2003, Seite 556

Krause, Ralph

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LNSLNS Am Ende dieses informativen Artikels ist zu lesen, „Psychotherapeuten könnten sich mit der Begleitung von chronisch Kranken mehr Anerkennung und somit mehr Gehör verschaffen. Sie könnten dem hartnäckigen Vorurteil entgegentreten, nur Befindlichkeitsstörungen oder Selbstfindungskrisen zu beheben“.
Warum sollten sich Psychotherapeuten, die auch Psychologen sind, noch mehr Anerkennung verschaffen (?), als sie eh schon seit vielen Jahren erfahren, und zwar durch Tausende zufriedener Patienten, die Gesellschaft und erst recht auch durch die Krankenkassen und den Gesetzgeber durch die Etablierung eines neuen Heilberufs nach langem Bewährungsweg.
Und wer behauptet, sie würden nur Befindlichkeitsstö-rungen und Selbstfindungskrisen beheben, tut dies gegen besseres (Ge-)Wissen und setzt sich dem Vorwurf aus, Polemik zu betreiben, wissenschaftliche Studien zu ignorieren und Patientenrechte zu beschneiden. Auch erinnert mich dies an die Worte meines Großvaters: „Der Neider sieht den schönen Garten nur, doch nicht den Spaten.“
Aber mehr „Gehör verschaffen“ bei Politikern, Krankenkassen und KVen sollten sich diese Psychotherapeuten durchaus, da die zwangsweise, vom Gesetzgeber gewollte, „Integration“ in die Kassenärztlichen Vereinigungen mit undemokratischen Wahlmodi und unangemessenen bis rechtswidrigen Vergütungsregelungen leider zu scheitern droht.
Dipl.-Psych. Ralph Krause, Goetheallee 10, 53225 Bonn
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