ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2003Vorbeugung: Prävention an Schulen fördern

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Vorbeugung: Prävention an Schulen fördern

Dtsch Arztebl 2003; 100(50): A-3274

Rabbata, Samir

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Gemeinsames Zähneputzen: Hier werden Kindergartenkinder in Gunningen (Baden- Württemberg) an die Zahnprävention herangeführt. Foto: Caro
Gemeinsames Zähneputzen: Hier werden Kindergartenkinder in Gunningen (Baden- Württemberg) an die Zahnprävention herangeführt. Foto: Caro
Krankenkassen gründen Präventionsstiftung.

Vor einer Beeinträchti-gung funktionierender Präventionsangebote der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) durch das geplante Präventionsgesetz hat der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, gewarnt. Zwar erachte man ein solches Gesetz für sinnvoll, es dürfe aber die Gestaltungsfreiheit der Kassen in Bereichen wie der betrieblichen Gesund­heits­förder­ung und der Individualprävention nicht einschränken, so Ahrens bei einer Diskussionsveranstaltung seines Verbandes in Berlin.
Vielmehr sei es notwendig, dass das Gesetz Defizite bei der Prävention insbesondere für sozial Benachteiligte ausgleiche und dazu in erster Linie außerbetriebliche Projekte in Kindergärten und Schulen fördere. Ahrens kündigte an, dass die gesetzlichen Krankenkassen für diese Zielgruppe eine Stiftung ins Leben rufen wollen, in die ein „adäquater Anteil“ der jährlichen Kassenmittel fließen solle.
Der AOK-Verbandsvorsitzende stellte zudem klar, dass sich auch Bund, Länder und Gemeinden an Prävention beteiligen müssten. Mittel der GKV sollten den Versicherten zugute kommen und dürften nicht als Ersatz für eine nicht wahrgenommene staatliche Finanzierungsverantwortung herhalten. Ahrens: „Verschiebebahnhöfe haben wir schon genug.“ SR
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