ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2003Medizingeschichte(n): Psychiatrie Autismus

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Medizingeschichte(n): Psychiatrie Autismus

Dtsch Arztebl 2003; 100(50): A-3313 / B-2756 / C-2576

Schott, H.

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LNSLNS Zitat: „Warum geht das Publikum noch zum Pfuscher? Weil wir [die wissenschaftlichen Schulmediziner] ihm nicht genügen. Und warum genügen wir ihm nicht? Unter anderem, weil es etwas Geheimnisvolles, etwas Besonderes will. Die Macht der Götter und der Dämonen und der Zauberer ist nun einmal mit dem Begriff der Krankenheilung verknüpft, seit die Menschheit existiert, und wir können nicht verlangen, dass der Laie sich von solchen autistischen Gedankenverbindungen vollständig losgelöst habe, solange wir selbst mit aller unserer akademischen Bildung noch nicht fähig waren, ganz aus dem medizinischen Autismus herauszukommen.“

Eugen Bleuler: Das autistisch-undisziplinierte Denken in der Medizin und seine Überwindung (1919). 3. Aufl. Berlin, 1922; S. 149. -[1] Die wissenschaftlichen (Schul-)Mediziner. – Der schweizerische Psychiater E. Bleuler (1857–1939), ab 1898 Direktor der psychiatrischen Anstalt „Burghölzli“ bei Zürich, prangert hier mit Blick auf die Tradition der Volksmedizin die Borniertheit der Schulmedizin an.

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