ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1996H.-p.-Infektion bei chronischen Darmerkrankungen selten

MEDIZIN: Referiert

H.-p.-Infektion bei chronischen Darmerkrankungen selten

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LNSLNS In einer Reihe von Studien fiel auf, daß im Vergleich zu alters- und geschlechtskorrelierten Kontrollpersonen eine Helicobacter-pylori-Gastritis bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen selten angetroffen wird. Offensichtlich werden im Gegensatz dazu fokale entzündliche Infiltrate bei Morbus-Crohn-Patienten häufiger als Hinweis auf die Grundkrankheit gefunden.
Die Autoren untersuchten je 100 aufeinanderfolgende Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und 100 Kontrollpersonen mittels Enzymimmunoassay auf Helicobacter-pylori-Antikörper.
Die Seroprävalenz einer Helicobacter-pylori-Infektion betrug bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen 15 Prozent (bei Morbus Crohn 13 Prozent und bei Colitis ulcerosa 18 Prozent). Bei den Kontrollen war der Test in 43 Prozent positiv. 5-ASA oder andere Medikamente hatten keinen Einfluß auf den Helicobacter-pylori-Status. w


Halme L, Rautelin H, Leidenius M, Kosunen TU: Inverse correlation between Helicobacter pylori-infection and inflammatory bowel disease. J Clin Pathol 1996; 49: 65–67
4 th Department of Surgery, Helsinki University Hospital, Kasarmikatu 11–13.
00130 Helsinki, Finnland.

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