ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1996Gastroösophagealer Reflux und Asthma

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Gastroösophagealer Reflux und Asthma

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LNSLNS 15 Millionen Amerikaner leiden an Asthma, wobei Morbidität und Mortalität des Krankheitsbildes ansteigende Tendenzen erkennen lassen. Zur Exazerbation des Asthmas trägt offensichtlich nicht selten ein gastroösophagealer Reflux bei – erstmals von William Osler im 19. Jahrhundert beschrieben – der bei 34 bis 89 Prozent aller Patienten nachweisbar ist.
Die Autoren führten bei Patienten mit durch 24-Stunden-pH-Metrie nachgewiesenem pathologischen Reflux eine antisekretorische Behandlung durch, wobei in 73 Prozent 20 Milligramm Omeprazol, in 20 Prozent 40 Milligramm und in 7 Prozent 60 Milligramm zur Kontrolle der Säure erforderlich waren. 73 Prozent der Patienten zeigten ein Ansprechen auf die antisekretorische Therapie. In 67 Prozent besserten sich die Asthmasymptome, in 20 Prozent war ein signifikanter Anstieg des Peak-Flows zu verzeichnen. Läßt sich bei einem Asthmatiker pH-metrisch ein pathologischer Reflux nachweisen, kann man davon ausgehen, daß der Patient von einer antisekretorischen Therapie profitiert. w


Harding SM, Richter JE, Guzzo M R, Schan CA, Alexander RW, Bradley L A: Asthma and gastroesophageal reflux: acid suppressive therapy improves asthma outcome. Am J Med 1996; 100: 395–405
Department of Medicine, Divisions of Pulmonary and Critical Care Medicine and Gastroenterology, University of Alabama at Birmingham, USA

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