ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Meinungsbildung: Falsche Behauptungen kommentieren

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Meinungsbildung: Falsche Behauptungen kommentieren

Dtsch Arztebl 2003; 100(51-52): A-3369 / B-2807 / C-2625

Scharla, Stephan

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LNSLNS Es ist sicherlich richtig, dass auch das DÄ die Thesen des Journalisten Blech thematisiert, da wir uns ja in der Öffentlichkeit damit auseinander setzen müssen. Doch sollte man die sachlich falschen Behauptungen von Herrn Blech dann auch kommentieren. Zum im Artikel erwähnten Thema Osteoporose ist zwar erfreulicherweise zu bemerken, dass Herr Blech inzwischen auch den Patienten mit Wirbelkörperbrüchen zugesteht, an einer Krankheit zu leiden. Er behauptet aber erneut, dass Osteoporose keine Krankheit sei, „wenn man beschwerdefrei ist“. Dies ist im Widerspruch zu den evidenzbasierten, ÄZQ-konformen Leitlinien des Dachverbandes deutschsprachiger osteologischer Fachgesellschaften (DVO), in denen bei Hochrisikopersonen bei gleichzeitig niedriger Knochendichte eine Behandlung auch vor dem ersten Knochenbruch empfohlen wird (zum Beispiel bei lang dauernder Glukokortikoid-Therapie). Dies ist im Übrigen ein bei chronischen Erkrankun-
gen übliches Vorgehen (oder ist die arterielle Hypertonie etwa auch keine Erkrankung, solange noch kein Schlaganfall Beschwerden verursacht?).
Priv.-Doz. Dr. med. Stephan Scharla, Salinenstraße 8, 83435 Bad Reichenhall
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