ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Wirtschaftlichkeit: Vorschläge

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Wirtschaftlichkeit: Vorschläge

Dtsch Arztebl 2003; 100(51-52): A-3370 / B-2808 / C-2626

Pietschmann, J. H.

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LNSLNS . . Zwar erfährt man aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, dass die Einführung der Scharia für Ärzte (ein Chirurg ohne Hand kann kein weiteres Unheil anrichten) nicht vorgesehen ist. Aber eine wirklich exakte Kontrolle kann nur erreicht werden, indem jeder Arzt lückenlos überwacht wird. Wer das bezahlen soll? Natürlich die Ärzte, denn die sind ja selbst schuld. Heranzuziehen wären zum Beispiel besonders schlagkräftige GSG-9-Beamte. Falls die sich zieren sollten, könnte man auf kolumbianische Pistoleros zurückgreifen, um im gleichen Zuge die dortige Rauschgiftkriminalität wirkungsvoll zu bekämpfen.
Alternativ wäre zu diskutieren, den Rechnungshof aufzulösen, denn dessen Rügen blieben bisher folgenlos. Im Rahmen der Konzentration auf Schwerpunkte wären die bisherigen Mitarbeiter des Rechnungshofes sicherlich effektiver einzusetzen als Dauerobservateure der ärztlichen Machenschaften.
Solche Sicherheitskräfte müssten natürlich in den Arztpraxen untergebracht werden, da diese sowieso zu groß sind. Man könnte auch angesichts der Überversorgung einige unnötige Apparate entfernen, um Platz zu schaffen.
Schöpft also eine solche Qualitätssicherungskraft einen Anfangsverdacht, hat sie diesen nicht nur sofort der Polizei, sondern sogleich einer Nachrichtenagentur und der betreffenden Lokalredaktion zu melden. Ferner müsste sofort das Praxisschild mit weiß-roten Klebestreifen beklebt werden mit dem Hinweis „Wegen Korruption geschlossen“.
Dr. med. J. H. Pietschmann, Langenfelder Damm 90, 22525 Hamburg
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