ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Klinikhygiene: Kein Verstoß
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LNSLNS Das „Einmaleins der Klinikhygiene“ ist die Händedesinfektion vor aseptischen Arbeiten am Patienten (z. B. invasive Tätigkeit, wie Gefäßkatheter) und nach kontaminationsträchtigen Arbeiten (z. B. endotracheales Absaugen). Das Bild mit den vier Ärzten am Krankenbett zeigt, entgegen obiger Leserzuschrift,
keinen Verstoß gegen die Klinikhygiene: Vom Bettpfosten oder vom Dokumentationssystem gehen keine nosokomialen Infektionen aus. Deshalb ist angesagt: statt traditioneller eminenzbasierter Infektionsprävention mehr evidenzbasierte Infektionsprävention, wie es in den neueren RKI-Empfehlungen und in den US-amerikanischen CDC- Guidelines zum Ausdruck kommt. Es gilt Mikroorganismen dort zu bekämpfen, wo es nötig ist (z. B. auf den Händen), aber sie andernorts in weiterer Entfernung vom Patienten leben zu lassen (z. B. Bettpfosten).
Prof. Dr. Henning Rüden, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité, Hindenburgdamm 27, 12203 Berlin
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