ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Burn-out-Syndrom: Belastungen aufarbeiten
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LNSLNS . . Ich betreue seit vielen Jahren jüngere, vor allem aber auch ältere Kollegen, die ausgebrannt und lustlos ihre beruflichen Ideale verloren haben, die zum Teil depressiv und suizidal, zum Teil mit psychosomatischen Beschwerden ihre berufliche Überforderung detailliert zu beschreiben vermögen. Weniger vertraut ist ihnen jedoch die Vorstellung, dass Patienten ihre Gefühle und Probleme auf ihren Arzt übertragen und dass dieser sie in die eigene Gefühlswelt integriert. Psychoanalyse und systemische Familientherapie haben Vorstellungen zur Übertragung, zur Identifikation und zur Projektion von Patientengefühlen auf den Therapeuten entwickelt und in Psychotherapien erfolgreich einsetzen gelernt. In Selbsterfahrungs- supervisions- und -balintgruppen sowie in weiteren psychodynamischen Trainingsverfahren lassen sich die spezifischen Belastungen aus Team-Konflikten und Arzt-Patient-Beziehungen erfolgreich aufarbeiten und minimieren. Gleichzeitig gelingt es hiermit den ganzheitlichen Kontakt zum Patienten zu verbessern und damit auch dem ursprünglichen Berufsideal wieder näher zu kommen.
Prof. Dr. med. Alfred Drees,
Friedrich-Ebert-Straße 26, 47799 Krefeld
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