ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Rentendebatte: Werden wir auf den Arm genommen?

BRIEFE

Rentendebatte: Werden wir auf den Arm genommen?

Budde, Manfred

Zur geplanten Erhöhung der Rentenbeiträge:
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LNSLNS Wissen die Politiker nicht Bescheid, oder nehmen sie uns auf den Arm? Die Beitragsstabilität wird verteidigt wie ein Glaubensbekenntnis oder ein Dogma. Die Erhöhung der Rentenbeiträge um zwei Prozentpunkte von 19,5 auf 21,5 % führte zu einer Erhöhung der industriellen Herstellkosten um 0,1 Prozentpunkte!
Wer den Rentnern klarmachen will, solch eine Erhöhung der Rentenbeiträge wäre relevant oder gefährde den Standort Deutschland, der hält sie entweder für dumm und führt sie hinters Licht, oder er weiß es selbst nicht besser und erweist sich als inkompetent.
Als Angela Merkel kürzlich in Düsseldorf das Konzept der Herzog-Kommission verteidigte, meinte sie in einem Nebensatz, die Lohnnebenkosten in Deutschland seien natürlich höher als in Portugal und Spanien. Hinsichtlich Portugal hat sie Recht. Spanien aber hat gleich hohe Nebenkosten wie Deutschland, nämlich etwa 80 Prozent (sic!) zusätzlich zum Lohn. Nun ist Angela Merkel sicherlich eine gewissenhafte Frau. Aber auch sie verlautbart mit Überzeugung etwas, was nicht stimmt . . .
Dr. med. Manfred Budde,
Pilarstraße 8, 80638 München
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