ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Medizingeschichte(n): Pädagogik Heilsame Schläge

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Medizingeschichte(n): Pädagogik Heilsame Schläge

Dtsch Arztebl 2003; 100(51-52): A-3381 / B-2817 / C-2635

Schott, H.

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LNSLNS Zitat: „Sicherlich vor zwey Jahren war ein dritthalbjähriges Taglöhnerkind, so schon etliche Tage mit Winseln und Ungedult sein innerlich Leyd der Mutter geklagt hatte. Weil aber die nicht wußte, was es bedeuten sollte und einstgleich des Morgens, da die Frau ihre Schwinlein an die Weyde treiben wollte, einen guten Püschel frischer, und an ihrem Zaun außgerupffter Nesseln in der Hand hatte, und das Kind aus höchster Ungedult nicht von ihr bleiben wollte, hub sie dem Mägdlein das Hembd auf, und gab ihm mit den Nesseln etlich Plätzer [Schläge]. Nachmittag selbigen Tags krochen die Blattern [Pocken] häufig heraus, kam auch glücklich davon und lebt noch.“

Christian Franz Paullini: Flagellum salutis oder Heilung durch Schläge in allerhand schweren Krankheiten (1698). In: Der Schatzgräber [...], Stuttgart, 1847; S. 98 f. – Paullini (1643–1712), Autor der „Dreckapotheke“, war Stadtphysikus in Eisenach.

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