VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2003; 100(51-52): A-3405 / B-2837 / C-2653

EB

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Otto Pribilla Foto: privat
Otto Pribilla Foto: privat
Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Dipl.-Chem. Otto Pribilla, von 1971 bis 1990 Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Medizinischen Universität zu Lübeck, starb am 25. Oktober im 83. Lebensjahr in Lübeck.
Otto Pribilla studierte in Köln und München Chemie. In Bonn wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gerichtliche Medizin, wodurch er zunehmend vom Fach „Medizin“ fasziniert wurde, das er – zunächst in Bonn, später in Kiel – studierte. Das Studium beendete er mit Staatsexamen und Promotion und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gerichtliche Medizin der Universität Kiel. Hier war er überwiegend mit der toxikologischen Analytik beschäftigt, habilitierte sich 1959, wurde Oberarzt und folgte 1970 dem Ruf auf die Medizinische Akademie Lübeck. Dort leitete er das Institut für Rechtsmedizin, baute es auf und erweiterte es. Den Ruf auf eine C-4-Professur in Erlangen lehnte er ab.
Professor Pribilla beschäftigte sich in der Anfangsphase seiner Tätigkeit überwiegend mit Problemen der toxikologischen Analytik, die sich damals entwickelte und deren Entwicklung er in Deutschland maßgebend mitbestimmte. Er war ferner einer der wenigen Wissenschaftler in Deutschland, der sich in den 60er-Jahren der Quantifizierung und Dokumentation der Strahlenbelastung widmete, die seinerzeit Folge der Atomwaffenversuche in den Vereinigten Staaten und Russland war. Zunehmend beschäftigte er sich dann – insbesondere in Lübeck – mit arztrechtlichen Problemen. Mit Institutionalisierung der Ethik-Kommission verlagerte sich sein wissenschaftlicher Schwerpunkt auf das Gebiet der „ärztlichen Ethik“.
In der Universitätsselbstverwaltung war er zwar in vielen Kommissionen tätig; den Schwerpunkt seiner Tätigkeit sah er jedoch im Vorsitz in der Ethik-Kommission, die er zehn Jahre leitete. Sein zweiter Schwerpunkt an der Universität in Lübeck war sein Engagement um die Kooperation zwischen den Universitäten Lübeck und Bergen/Norwegen. EB
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