ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2003Autoversicherung: Pünktlich zahlen

Versicherungen

Autoversicherung: Pünktlich zahlen

Dtsch Arztebl 2003; 100(51-52): [70]

Combach, Rolf

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LNSLNS Der 1. Januar und der 1. Juli sind die Hauptzahlungstermine für die Autoversicherung. Autofahrer, die ihre Versicherungsprämien nicht rechtzeitig bezahlen, können den Versicherungsschutz verlieren. Bei Haftpflichtschäden leistet der Versicherer zwar gegenüber dem Verkehrsopfer, er kann sich aber seine Auslagen vom säumigen Versicherungsnehmer zurückholen. Kaskoschäden braucht der Versicherer bei Beitragsverzug überhaupt nicht zu ersetzen. Wer seine Prämien nicht pünktlich bezahlt, riskiert außerdem, dass das Fahrzeug behördlich stillgelegt wird.
Schnelle Beitragszahlung ist insbesondere bei einem neu abgeschlossenen Vertrag wichtig. „Wird diese Prämie nämlich nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Versicherungsscheins und der Rechnung bezahlt, verliert der Autofahrer auch ohne Mahnung den Versicherungsschutz“, erklärt der Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Klaus Brandenstein. Das Fahrzeug gilt dann rückwirkend – also seit dem Tag der Zulassung als unversichert.
Versäumt es der Autofahrer, eine Folgeprämie zu zahlen, ist der Versicherer im Schadensfall nicht automatisch leistungsfrei. Er muss den Autofahrer über sein Versäumnis schriftlich informieren, ihm eine Zahlungsfrist von mindestens zwei Wochen einräumen und auf den drohenden Verlust des Versicherungsschutzes hinweisen. Zahlt der Autofahrer trotzdem nicht, ist der Versicherer gegenüber seinem Kunden von der Leistung frei. Er informiert dann die Kfz-Zulassungsstelle über den entfallenen Versicherungsschutz; diese lässt das Auto gebührenpflichtig stilllegen. Außerdem muss der Autobesitzer mit einer Ordnungsstrafe rechnen.
Passiert mit einem unversicherten Fahrzeug ein Unfall, geht das Opfer nicht leer aus. Für solche Schäden kommt bis zu einem Monat ab Information der Zulassungsstelle noch der Versicherer, danach im Rahmen ihrer Leistungen die Verkehrsopferhilfe auf. Beide können allerdings ihre Aufwendungen in vollem Umfang vom Verursacher zurückverlangen. Rolf Combach
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