ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2004Psychiatrie: Wieder trifft es chronisch erkrankte Patienten
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LNSLNS Die Untersuchung bestätigt eine konsequente Entwicklung infolge der Honorarsituation von Psychiatern und der Regressfalle (Regress für 2000: 117 000 DM, „zu viel“ Atypika, SSRI, Cholinesterasehemmer, Parkinsonmittel), die unter den Richtgrößen- und Prüfbedingungen zwangsläufig besteht. Ärztliche und nichtärztliche Psychotherapeuten mit mehr als 90 Prozent psychotherapeutischer Leistungen erzielen durch den festen Punktwert ein kalkulierbares Honorar bei niedrigeren Kosten (Psychiater brauchen wegen höherer Fallzahlen und Notfallbehandlungen mehr Räume und Personal). Ausschließlich psychotherapeutisch Tätige verordnen keine/kaum Medikamente, müssen daher keinen Regress fürchten. Psychiater können wegen ihrer geringeren Vergütung psychotherapeutischer Leistungen bei ihren häufig schwerer erkrankten Patienten nur begrenzt die für eine längerfristige Stabilisierung notwendige Psychotherapie durchführen. Eine Zunahme von Drehtürpatienten ist daher vorprogrammiert. Adäquates Behandeln ist für den Psychiater finanziell selbstschädigend
(Medikamentenregress!). Wieder trifft es schwer und chronisch erkrankte Patienten trotz besserer therapeutischer Optionen für sie.
Dr. med. Johannes Quinke,
Am Lindenhof 2, 53757 St. Augustin
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