ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2004Psychoonkologie: „Grande Dame“ ausgezeichnet

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Psychoonkologie: „Grande Dame“ ausgezeichnet

PP 3, Ausgabe Januar 2004, Seite 6

Bühring, Petra

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Almuth Sellschopp Foto: Deutsche Krebshilfe
Almuth Sellschopp
Foto: Deutsche Krebshilfe
Deutsche Krebshilfe Preis
Für ihr großes Engagement in der Psychoonkologie hat die Deutsche Krebshilfe (DK) Prof. Dr. med. Dr. phil. Almuth Sellschopp, Institut für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Medizinische Psychologie, Technische Universität München, mit dem Deutsche Krebshilfe Preis 2002 ausgezeichnet. Aufgrund der Leistung der Psychoanalytikerin, „ist die Psychoonkologie zu einer anerkannten wissenschaftlichen Disziplin in Deutschland geworden“, betonte die Präsidentin der DK, Prof. Dr. phil. Dagmar Schipanski, in ihrer Laudatio. Sellschopp hat die damals erste psychosoziale Nachsorgeeinrichtung für Krebspatienten an der Chirurgischen Universitätsklinik in Heidelberg aufgebaut und bis 1984 geleitet. Der Aufbau der von der DK geförderten Einrichtung war eine „Pionierleistung“. Sellschopp ist außerdem Mitbegründerin des Krebsinformationsdienstes im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. „Das Engagement der Grande Dame der Psychoonkologie ist auf die Integration psychoonkologischer Versorgung in die onkologische Gesamtbehandlung ausgerichtet“, betonte Prof. Dr. med. Christoph Hürny, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der DK. Dabei habe sie immer den Patienten in den Mittelpunkt gerückt. Sellschopp leitet seit Mitte 2003 das von der DK geförderte Projekt „Integrierte psychologische Diagnostik und Evaluation im Rahmen eines Clinical Cancer Centrums“ in München.
Die Deutsche Krebshilfe fördert auch psychosoziale Beratungsstellten, Multiplikatorenprogramme sowie die Lebensqualität-Forschung. Die DK hat in einer Studie bei der psychosozialen Versorgung große Defizite festgestellt. Unter anderem wusste nur die Hälfte der befragten Brustkrebspatientinnen, dass es psychosoziale Beratung überhaupt gibt. PB
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