SUPPLEMENT: Reisemagazin

JAMAIKA: Geheimtip Port Antonio

Dtsch Arztebl 1996; 93(10): [6]

CAS

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LNSLNS Work all night on a drink of rum! Chop Banana till the morning come! Day Oh! Day Oh!

Harry Belafonte dachte in aller Wahrscheinlichkeit an Portland im Nordosten Jamaikas, als er sein berühmtes "Banana Boat"-Lied schrieb. Ein Drittel dieses Bezirks liegt über 1000 m hoch und war deswegen nicht für Zuckerrohrkultivation geeignet, sondern man baute Bananen an. In diesem Teil Jamaikas gibt es mehr Natursehenswürdigkeiten pro Quadratkilometer als anderswo auf der Insel. An feinen weißen Sandstränden gibt es die ruhige San San Bucht, Mother Becks’s Beach und Fairy Hill Beach. In dieser Gegend gibt es auch den schönsten Strand Jamaikas überhaupt: Frenchman’s Cove. Eine fast kreisförmige Bucht mit puderweißem Sand, einem tropischen Wald ringsum und einem glasklaren, smaragdfarbenen Fluß, der hier ins Meer mündet. Das schönste an Port Antonio ist, daß es, vom Massentourismus gänzlich unberührt, seinen Charme und seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Das Übernachtungsangebot in Port Anto-nio ist begrenzt: sieben Hotels und dreißig Villen. Das Trident Hotel, auf einer Felsküste gelegen, bietet perfekt ausgestattete Zimmer. Gastronomie wird hier groß geschrieben: Das Abendessen hat sechs Gänge und wird von weißbehandschuhten Kelnern serviert. Eine legerere Atmosphäre herrscht beim 4 o’clock Afternoon Tea – ein "Muß" –, den man nehmen kann, während man die bunten und weißen Pfaue bewundert, die frei im perfekt gepflegten Garten herumlaufen. Das Jamaica Palace mit seinen Marmorböden, Kronleuchtern und maßgefertigten, handgeschnitzten Möbeln gehört ebenfalls zur Luxuskategorie und ist unter deutscher Leitung. Unter deutschsprachiger jamaikanischer Leitung ist das Mockingbird Hill, eine stilvolle Villa mit 10 Zimmern, hoch in den Bergen, welche einen bezaubernden Blick auf Meer und Berge bieten. Hier ist die Atmosphäre intimer, mit Diskussionsabenden, Ausflügen begleitet von der Hotelbesitzerin sowie Möglichkeiten, die kulinarischen, politischen und künstlerischen Aspekte Jamaikas kennenzulernen.
Für ein unvergeßliches Port-Antonio-Erlebnis sollte man jedoch eine Villa mieten. Abseits allen kommerziellen Glitzerns, erfahren Sie ein unverfälschtes jamaikanisches Leben, ohne dabei auf die Annehmlichkeiten einer vorzüglichen, erfahrenen Gästebetreuung verzichten zu müssen, denn im Preis sind Koch, Hausmädchen und Gärtner inbegriffen. Mal direkt an der Küste, mal am Berghang gelegen – allerdings alle mit Meeresblick. Jedes dieser Privathäuser besitzt seinen individuellen Stil und Charme, jedes Hotelzimmer wirkt im Vergleich dazu steril. Hier hat jedes Haus Charakter: mal nagelneu und frech; mal einige Jahrzehnte alt, mit edler Ausstrahlung, polierten Holzdielen und Laubsägearbeit; mal gänzlich aus Holz im Stil eines jamaikanischen Busha-Hauses aus dem 18. Jahrhundert; mal sehr modern.
Die Hausangestellten sind freundlich und unkompliziert. So erinnere ich mich an Glenna, die sang, als sie täglich das ganze Haus mit Blumen schmückte – die Tische, das Klavier, Bilderrahmen, Kopfkissen – , was immer sie inspirierte. Oder ich denke an ein Hausmädchen, das sich für das Trinkgeld mit einem mit Orchideeblüten verzierten Brief bedankte. Linette wurde für ihre Kochkunst im "Esquire" gerühmt. Oder John, unser Koch, der einen Freund herbeiwinkte, als dieser vor unserem Sonnendeck mit dem Boot vorbeifuhr. Er hatte gerade einen Hummer gefangen, und so ergab sich die Frage: "Möchte Ma’am einen Hummer zu Mittag essen?" Es war der beste Hummer meines Lebens. CAS


Auskünfte und Buchungen von Hotels oder Villen in Port Antonio: Reisevermittlung Carol Ann Schaller, "Exquisite Tours", Telefon und Fax 0 91 63/78 07; American Express Int., Telefon 09 11/23 23 97, Fax 22 49 26; First Business Travel, Telefon 0 69/920 75 00, Fax 920 75 090.

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