VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2004; 101(6): A-364 / B-308 / C-300

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LNSLNS Prof. Dr. med. Carl Gottfried Schmidt, von 1967 bis 1990 Direktor der Inneren Klinik und Poliklinik (Tumorforschung) des Universitätsklinikums Essen, starb am 20. Dezember 2003 im Alter von 81 Jahren.
Schmidt wurde nach seinem Medizinstudium und der Promotion (1947 in Münster) 1955 zum Privatdozenten für das Fach Physiologische Chemie und Pathologische Physiologie ernannt. Er arbeitete, ehe er 1957 an die Medizinische Universitätsklinik in Münster kam, in verschiedenen Instituten für Pathologie, Pharmokologie, Pharmkologische Physiologie, am Max-Planck-Institut in Bad Nauheim sowie am Department of Physiology der Universität Bristol. In diesen Jahren hat er sich insbesondere mit den Phänomenen der biologischen Oxidation, hauptsächlich der Zytochromoxidase, dem Warburgschen Atmungsferment, beschäftigt. Es waren insbesondere diese Arbeiten, die sein Interesse für die Onkologie weckten. Er hat maßgeblich den Auf- und Ausbau des Klinikums Essen betrieben. Zum ordentlichen Professor wurde Schmidt 1967 ernannt. Die 1975 zusammen mit Prof. Dr. med. Eberhard Scherer im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Denkschrift „Zur Situation der Onkologie in Deutschland“ bewirkte einen Durchbruch zur Etablierung der Onkologie. Maßgeblich hat Schmidt die Krebsforschung in Deutschland beeinflusst mit der Wirkung, dass mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe e.V., Bonn, ab 1979 Tumorzentren in Essen, Hamburg, Köln und München etabliert wurden. Er ist mehrfach hoch ausgezeichnet worden, so 1973 mit dem Wilhelm-Warner-Preis für Krebsforschung.

Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Fritz Meißner starb am 16. Januar in Leipzig im Alter von 83 Jahren.
Meißner gilt als Nestor der Leipziger Kinderchirurgie. Er begründete 1959 die Leipziger Klinik für Kinderchirurgie und führte diese erfolgreich bis zu seiner Emeritierung1986.
Meißner studierte in den Jahren des Zweiten Weltkrieges Medizin und schloss das Studium 1945 mit der Promotion ab. Er absolvierte seine Facharztweiterbildung und seine Habilitation bei den Professoren Heller und Übermuth in Leipzig und erhielt 1961 den Lehrstuhl für Kinderchirurgie. 1964 begründete er die Sektion „Kinderchirurgie“ der Gesellschaft für Chirurgie der DDR und leitete diese bis 1972. 1985 übernahm er den 1. Vorsitz der Medizinisch-Wissenschaftlichen Gesellschaft für Kinderchirurgie der DDR. Er war Mitglied der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina und der British Association of Paediatric Surgeons sowie Ehrenmitglied der Purkinje-Gesellschaft Tschechiens und der kinderchirurgischen Gesellschaften Ungarns und Österreichs. EB
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