SUPPLEMENT: Reisemagazin

Photodermatose

Dtsch Arztebl 1996; 93(18): [22]

Stoschek, Jürgen

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LNSLNS Die polymorphe Lichtdermatose ist mit einer Prävalenz von zehn bis 20 Prozent die häufigste Photodermatose. Die Patienten sind meist junge Erwachsene, Frauen häufiger als Männer. Nach der ersten intensiveren Sonnenexposition kommt es im Gesicht, im Dekolletébereich, an Armen und Beinen zu Juckreiz und flächenhaften Hautrötungen.
Wichtigster Auslöser für diese Photodermatosen ist die langwellige UV-Strahlung, berichtete Professor Dr. Jean Krutmann bei einer Fachpressekonferenz der Grünenthal GmbH in München. Durch Photoprovokationstestungen wurden bei Patienten mit polymorpher Lichtdermatose die jeweils charakteristischen Hautveränderungen reproduzierbar induziert. Das Entstehen von Hautveränderungen nach UVA-Bestrahlung sei bei diesen Patienten Folge einer durch die Bestrahlung ausgelösten Reaktion des Immunsystems Haut, die an ein allergisches Kontaktekzem erinnere, erklärte Krutmann. Es sei allerdings noch nicht gelungen, das für diese Reaktion verantwortliche, vermutlich UV-induzierte, Antigen zu identifizieren.
Die Vermutungen gehen nach Krutmanns Ausführung dahin, daß sich die Hautveränderungen bei Patienten mit polymorpher Lichtdermatose aus einem Zusammenspiel von spezifischen und unspezifischen Immunreaktionen ergeben, nachdem unspezifische Veränderungen durch UVA-Strahlung auch an Hautzellen von Gesunden ausgelöst werden können. Jürgen Stoschek

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