szmtag Urteil: Kränkelnd in den Urlaub
ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2004Urteil: Kränkelnd in den Urlaub

Versicherungen

Urteil: Kränkelnd in den Urlaub

rco

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LNSLNS Ein Versicherter hat auch dann Anspruch auf Leistungen aus einer Auslandsreisekrankenversicherung, wenn er bereits vor Reiseantritt akut erkrankt war oder noch an den Folgen eines Unfalls laborierte. Mit diesem Spruch hat der Bundesgerichtshof eine Versicherung ausgebremst, die bislang die Kostenerstattung für eben jene Fälle ausgeschlossen hatte. (Az.: BGH IV ZR 109/93)
„Jetzt muss man nicht mehr wegen eines kränkelnden Mitreisenden die Urlaubspläne streichen“, betont der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Wenn sich die Versicherung später mit einer Kostenerstattung ziert, braucht man nur einen Anwalt mit dem richtigen Aktenzeichen zu bewaffnen.“
Die Begründung des Gerichts: Wenn die Auslandsreisekrankenversicherung vor Vertragsbeginn auf eine Risikoprüfung (also einer ärztlichen Untersuchung des Gesundheitszustandes des Versicherten) verzichtet, erhält sie damit nicht automatisch das Recht, sich Risikoausschlüsse (also etwaige Gründe zur Zahlungsverweigerung) unterschreiben zu lassen.
Die Auslandsreisekrankenversicherung ist empfehlenswert, weil die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung im Ausland gezahlte Behandlungskosten nicht erstattet. Nicht nur Operationskosten können tiefe Löcher in das Konto reißen, sondern auch Sonderrückflüge, die aus medizinischen Gründen nötig werden. Ein Sonderflug von Mallorca zurück kann beispielsweise im Einzelfall mehr als 15 000 Euro kosten. Die Kosten für eine Auslandsreisekrankenversicherung halten sich in Grenzen: Die Police kostet zwischen sieben und zehn Euro pro Jahr. rco
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