SUPPLEMENT: Geldanlage

Schecks: Haftung eingeschränkt

Dtsch Arztebl 1996; 93(20): [19]

BN

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main (Az.: 23 U 43/94) haften Kreditinstitute nicht in jedem Fall für unberechtigt eingelöste Schecks. Das Grundsatzurteil betrifft vor allem Schecks, die über den Briefweg den eigentlichen Adressaten nicht erreichen und von dritter Seite eingelöst werden. Die Richter begründeten ihre Ansicht damit, daß allen Geschäftsbeteiligten bekannt sein müßte, daß der Verrechnungsscheck ein überaus leicht bewegbares Inhaberpapier sei. Der Kontoinhaber weist seine Bank an, gegen schlichte Vorlage des Schecks eine bestimmte Geldsumme dem Konto des Scheckeinreichers gutzuschreiben. Im vorliegenden Fall beurteilte das Gericht es als überaus leichtfertig, daß der Kontoinhaber einen Verrechnungsscheck über eine sechsstellige Summe dem gewöhnlichen Briefverkehr anvertraut hatte.
Grundsätzlich sollten deshalb Verrechnungsschecks, vorsichtshalber auch Barschecks und eurocheques nur per Einschreiben versandt werden. Besser noch, vor allem für größere Summen: der Schuldner übergibt dem Gläubiger persönlich den ausgestellten Scheck. BN

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote