BÜCHER

Psychologische Interventionen bei Parkinson-Erkrankung. Ein Behandlungsmanual

PP 3, Ausgabe März 2004, Seite 98

Macht, Michael; Ellgring, Heiner

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Parkinson-Erkrankung: Gelungenes Therapiemanual
Michael Macht, Heiner Ellgring: Psychologische Interventionen bei Parkinson-Erkrankung. Ein Behandlungsmanual. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2003, 237 Seiten, kartoniert, 24,80 €
Bisher ist es noch nicht üblich, Parkinsonpatienten in Ergänzung zur symptomatischen medikamentösen Behandlung eine psychotherapeutische Intervention anzubieten. Die Patienten werden meist mit der Aufgabe der Krankheitsbewältigung und den zahlreichen Problemen des Alltags allein gelassen. Die Angehörigen sind mit der Aufgabe einer psychosozialen Unterstützung häufig überfordert. Hier setzen die Autoren an.
Nach einer kurzen Einführung in die medizinischen Hintergründe gehen die Autoren auf psychische Veränderungen und Belastungen ein. Im zweiten Teil werden die Interventionen vorgestellt: Maßnahmen zu Stress- und Krankheitsbewältigung, Training der krankheitsbezogenen Kommunikation, Training des Gefühlsausdrucks sowie ein umfassendes Training für Angehörige. Sehr anschaulich werden typische Probleme dargestellt, die Belastung kann leicht nachvollzogen werden, eine Verstärkung der körperlichen Symptome der Patienten ist häufig die Folge. Zu den einzelnen Themen sollen in jeder Sitzung des Gruppentrainings Informationen vermittelt, Übungen beziehungsweise Rollenspiele durchgeführt werden; zusätzlich werden Instrumente zur Diagnostik und zur Förderung der Selbstbeobachtung eingesetzt. Die psychologischen Interventionen sind aus der kognitiven Verhaltenstherapie abgeleitet und an die spezifischen Bedürfnisse Parkinsonkranker adaptiert.
In einem dritten Teil sind Materialien für Patienten und deren Angehörige sowie Protokollbogen und Anleitung zu den Übungen zu finden, darunter zwei Fragebogen, die getrennt die Belastungen von Patienten und Angehörigen erfassen sollen. Leider ist die Anordnung innerhalb des Buches nicht an allen Stellen überzeugend, sodass man sich teilweise schwer tut mit der Zuordnung des Materials zu den Interventionsbausteinen.
Dennoch haben die Autoren ein gut brauchbares Therapiemanual vorgelegt, dem man eine große Verbreitung auch in Selbsthilfegruppen mit psychotherapeutischer Anleitung wünscht. Karin Elke Krüll
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