POLITIK

Punkte sammeln

PP 3, Ausgabe März 2004, Seite 108

Blöß, Timo

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Seit Anfang dieses Jahres können die Krankenkassen ihren Versicherten Bonusprogramme anbieten, mit denen gesundheitsbewusstes Verhalten belohnt werden soll. Bei der DAK beispielsweise können sich die Versicherten per Telefon, im Internet oder auch direkt in einer Geschäftsstelle in eines der Bonusprogramme einschreiben lassen. Versicherten bis 44 Jahren wird dabei ein „Startbonus“ eingeräumt, da jüngeren Menschen weniger Möglichkeiten zu Vorsorgeuntersuchungen zur Verfügung stünden. Im Gegenzug erhalten sie einen Bonus-Pass sowie unterschiedliche Strichcode-Aufkleber, die jeweils einer bestimmten Präventionsleistung zugeordnet sind. Gehen die Versicherten zu einer Vorsorgeuntersuchung, kleben sie die jeweiligen Strichcode-Marken – auf denen die Art der Präventionsleistung vermerkt ist – in den Bonus-Pass. Der Arzt oder gegebenenfalls der Kursleiter bestätigt die Maßnahme mit seiner Unterschrift. Über zwei Jahre können die Versicherten Bonuspunkte sammeln, ohne dass diese ihren Wert verlieren. Sind ausreichend Punkte gesammelt und dokumentiert, schickt der Versicherte sein Bonusheft an die von der DAK beauftragte
MERO Consulting GmbH. Die Firma, die auch die Bonusprogramme der TK betreut, wertet dann die Bonushefte digital aus. Den Bonuspunkten entsprechend werden von dort die gewünschten Prämien an die Versicherten verschickt.
Je nach gesammelter Punktezahl entspricht die Prämie einem Wert von 25, 50 oder 100 Euro. Prämien wie eine elektrische Zahnbürste, eine Körperwaage oder auch ein Rudergerät sollen dabei die Versicherten zu gesundheitsbewussterer Lebensweise motivieren. Zusammen mit dem Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung will die DAK die Wirtschaftlichkeit der Bonusprogramme überprüfen. tbl
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