ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2004Minimierung von Übelkeit und Erbrechen in der postoperativen Phase: Problem kommt nicht vor
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LNSLNS Langsam wundere ich mich über den wissenschaftlichen Aufwand zur Entdeckung von PONV-Vermeidungsstrategien. Wir führen in unserer Gemeinschaftspraxis für Anästhesie pro Jahr circa 3 200 ambulante Narkosen durch und kennen das Problem der PONV aus eigenem Erleben nicht. Alle Narkosen werden nach folgendem Schema durchgeführt:
Erwachsene erhalten als Prämedikation kurz vor dem Eingriff Midazolam, die Narkose wird mit Propofol eingeleitet, die Präkurarisierung erfolgt mit Alloferin, die Relaxation mit Succinylcholin und die Narkose wird mit Sevorane im N2O/O2-Gemisch aufrechterhalten. Bei Kindern wird die Maskenspontanatmung mit Sevorane im N2O/O2-Gemisch genutzt, die Relaxation erfolgt mit Succinylcholin, gefolgt von Gas.
PONV kommt nicht vor, auch nicht bei Patienten mit PONV in der Anamnese. Wir führen das auf den Verzicht von Opioiden und die Vermeidung der Magenüberblähung durch Maskenbeatmung zurück. Die Patienten wurden nach ASA (Risikogruppen nach der American Society of Anesthesiologie) I–II (III) eingestuft, das Alter betrug 1,5 bis 84 Jahre, und es wurden keine intraabdominalen Eingriffe vorgenommen.

Dr. med. Reinhard Stiens/Edmund Maibring
Gemeinschaftspraxis für Anästhesie
Sudermannstraße 37
44137 Dortmund

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