ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2004USA-Arbeitszeiten: Eigene Erfahrungen

BRIEFE

USA-Arbeitszeiten: Eigene Erfahrungen

Dtsch Arztebl 2004; 101(12): A-780

Tamm, Dietrich

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Dass der Tod einer Patientin den Staat New York veranlasst, die Arbeitszeit für Ärzte zu begrenzen, ist verständlich. Schutzbedürftig sind aber auch die Ärzte selbst: In einem amerikanischen Krankenhaus, das ich als Student kennen lernte, wurde – vor 16 Jahren – über geänderte Arbeitszeiten nachgedacht, als zum zweiten Mal ein Arzt nach Nachtdienst bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam: Der war – vermutlich am Steuer eingeschlafen – gegen einen Brückenpfeiler gefahren.
Zwar war die Dauer der Nachtdienste gar nicht länger als hierzulande auch heute noch üblich (nämlich bis zum Mittag des Folgetages), aber die Arbeitszeiten mit einem viertägigen Rhythmus aus Tag- mit Spätdienst („short-call“), Tagdienst, Tag- mit Nachtdienst („long call“) und Frühdienst – das Ganze ohne Rücksicht auf Wochenende oder Feiertage – waren buchstäblich mörderisch.
Dr. med. Dietrich Tamm, Sebastian-Bach-Straße 39, 56075 Koblenz
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige