ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2004Börsebius rund ums Geld: Wo der Schuh drückt

VARIA: Schlusspunkt

Börsebius rund ums Geld: Wo der Schuh drückt

Dtsch Arztebl 2004; 101(12): [64]

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Nicht wenige Leser wählen sich jeden ersten Samstag des Monats die Finger wund, um bei der Börsebius-Leserberatung zum Zuge zu kommen. Etliche bleiben dabei erfolglos, was sehr bedauerlich ist. Eine Verlängerung der Anrufzeit von bislang vier Stunden ist aus humanen Gründen beiderseits eher nicht angezeigt.
Ich will hier die wichtigsten Themen des März-Termins Revue passieren lassen, damit doch noch einige Problemstellungen auch für alle „abgearbeitet“ werden, die leider nicht durchgekommen sind.
Viele Anrufer wollten noch mal genau wissen, wie es mit meiner Einstellung zum Dollar sei, wird er wirklich stärker werden, und was konkret solle denn gekauft werden. Und im Übrigen habe sich die Hausbank ziemlich blöde verhalten bei der Frage nach direkten Dollarinvestments. Zunächst einmal: Ja, ich denke schon, dass der Dollar gegen den Euro wieder stärker wird. Es hat allerdings wenig Sinn, bei der Hausbank mit einer Summe von 5 000 Euro vorstellig zu werden. Erst ab einer Summe in etwa zehnfacher Höhe zucken die Herren zusammen und fangen an, sich zu bewegen. Die beste Alternative bleibt nach wie vor die Einrichtung eines Dollarkontos und der Kauf von „kurzem“ Geld, Schatzwechsel beispielsweise.
Auf keinen Fall empfiehlt sich der Kauf von Investmentfonds, die sich mit Dollaranlagen befassen, hier stehen die Kosten wider die Rendite, und erst recht sollten Sie keine US-Aktien erwerben, das Kursrisiko übertüncht eventuelle Währungschancen, Ähnliches gilt für Unternehmensanleihen.
Kann der DAX wirklich unter 4 000 Punkte fallen? Das Unterschreiten dieser Marke können sich einige Anrufer nicht so recht vorstellen, nachdem die Banken eher wieder zum Einstieg blasen, ob ich denn unbedingt so pessimistisch sein müsse.
Manchmal können die Finger gar nicht so schnell schreiben, wie die Befürchtungen realiter werden, just in diesem Moment saust das deutsche Kursbarometer unter diese Marke und fängt sich erst bei 3 930 Punkten wieder. Das kann durchaus noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Zehn Prozent weniger sind durchaus noch drin.
Auf Jahressicht sollte der Index allerdings zu Schwankungen von 3 600 bis 4 500 Punkten fähig sein. Ideale Zeiten für Trader, vorausgesetzt, die richtigen Werte werden erwischt. Mutige Zocker könnten hier mit SGL Carbon, Aixtron, MLP, T-Online richtig Kohle machen, sich aber auch eine blutige Nase holen. Für Konservative gilt nach wie vor, dass Kasse glücklich macht.
Wohl nicht tot zu bekommen ist die unvermeidliche Frage nach dem heißen Tipp, der ultimativen Lizenz zum Geldverdienen, unter Brüdern sozusagen aus dem Nähkästchen plaudern. Welche Enttäuschung! Ich habe ihn nicht, und ich will ihn auch nicht haben. Mehr als in meinen Beiträgen schwarz auf weiß steht, vermag ich nicht zu leisten.
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