ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2004Von der Unart zur Krankheit: Von der Unart zur Krankheit

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

Von der Unart zur Krankheit: Von der Unart zur Krankheit

Dtsch Arztebl 2004; 101(16): A-1082

Funk, Christoph

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LNSLNS Wir können heute sehr wohl unterscheiden zwischen unartigen, nervösen, milieubelasteten Kindern und einer genetisch verankerten Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Überaktivität. Wir wissen auch, dass Methylphenidat keineswegs bei einer Vielzahl von störenden Verhaltensweisen wirkt, sondern nur bei einer objektiv nachweisbaren hirnphysiologischen Imbalance. Dieser wissenschaftliche Fortschritt wird in der historischen Darstellung übersehen. Für den Fachmann ist Seidlers interessanter Beitrag ein Anstoß zu Sorgfalt und Selbstkritik, man muss aber befürchten, dass diese Veröffentlichung dazu verleitet, evaluierte Behandlungsprogramme zu missachten und wirksame Hilfen für die Betroffenen zu verhindern.
Dr. Christoph Funk
Jürges-Probst-Weg 12
88400 Biberach
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