ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2004Lexikon: Hausarztmodell

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Lexikon: Hausarztmodell

Dtsch Arztebl 2004; 101(18): A-1288 / B-1068 / C-1032

Flintrop, Jens

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LNSLNS Seit dem 1. Januar müssen die Krankenkassen ihren Versicherten ein Hausarztmodell anbieten. So schreibt es § 73 b des Sozialgesetzbuches V vor, der mit dem GKV-Modernisierungsgesetz eingeführt wurde. Die Idee: Versicherte, die sich bei ihrer Krankenkasse in ein Hausarztmodell eingeschrieben haben, steuern bei gesundheitlichen Beschwerden nicht gleich einen ärztlichen Spezialisten an, sondern gehen zunächst zu ihrem Hausarzt. Dieser soll den Überblick über das Versorgungsgeschehen behalten. So können beispielsweise Wechselwirkungen von Arzneimitteln schneller erkannt beziehungsweise ausgeschlossen werden. Das Modell soll außerdem unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden helfen. Für den Verzicht auf die freie Arztwahl gewährt die Krankenkasse dem Versicherten einen oder mehrere Vorteile, beispielsweise reduzierte Zuzahlungen in der Apotheke, Wegfall/Erstattung der Praxisgebühr oder niedrigere Krankenkassenbeiträge. Teilnehmende Patienten müssen sich für mindestens ein Jahr einschreiben und dürfen in der Zeit den Hausarzt nicht wechseln. Problematisch: Die Krankenkassen entscheiden, welcher Hausarzt am Modell teilnehmen darf und welcher nicht. Ein Anspruch auf Vertragsabschluss besteht nicht. Die Gesamtvertragspartner von Ärzten und Krankenkassen vereinbaren die den Hausärzten für diese besondere Versorgungsform zu zahlende Vergütung und ob diese Vergütung auf die Gesamtvergütung und ab dem 1. Januar 2006 (geplant) auf die Regelleistungsvolumina anzuwenden ist. JF
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