THEMEN DER ZEIT

Herbert Lewin und Käte Frankenthal: Zwei jüdische Ärzte aus Deutschland

Dtsch Arztebl 2004; 101(19): A-1319 / B-1091 / C-1055

Schwoch, Rebecca; Wuttke, Walter

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Zeichnung: Elke Steiner
Zeichnung: Elke Steiner
Beide gehörten zu den Überlebenden des NS-Terrors. Die ihnen zugefügten Wunden konnten ihr Leben lang nicht heilen.
Eine Comic-Serie im Deutschen Ärzteblatt schildert ihr Leben.

Seit dem Mittelalter genossen jüdische Ärzte auch außerhalb ihrer Glaubensgemeinschaften hohes Ansehen. Dennoch waren Vorurteile gegen Juden weit verbreitet. Diese wurden gegen Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit biologischen und rassischen Theorien vermischt, wodurch sie nicht nur eine moderne wissenschaftliche Legitimation, sondern auch eine militante und schlagkräftige Ausrichtung erhielten. Ein Großteil des deutschen Bildungsbürgertums, und damit auch der Ärzteschaft, entwickelte einen Antisemitismus, der integraler Bestandteil ihres elitären Selbstverständnisses war (1).
Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 erhielten deutsche Juden die rechtliche Gleichstellung; einer sozialen Integration kam diese jedoch nicht gleich. Der Arztberuf war und blieb ein typischer Aufsteigerberuf für jüdische Deutsche. Von öffentlichen Ämtern blieben Juden nach wie vor meist ausgeschlossen; das Amt eines ordentlichen Universitätsprofessors beispielsweise blieb für sie die Ausnahme. Deshalb werden die meisten jüdischen Ärzte seit der Einführung der Gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883 als Kassenärzte gearbeitet haben. Zunehmend wurden nun jüdische Ärzte als habgierig und geschäftstüchtig bezichtigt; ihnen wurde vorgeworfen, mit Krankheitserregern zu experimentieren oder als Gynäkologen die „deutsche Frau“ zu beschmutzen.
Als sich die kassenärztliche Versorgung immer mehr durchsetzte, wurden jüdische Kassenärzte, die oft in politisch linken Parteien engagiert waren, als „Fabrikmediziner“ oder „Kassenlöwen“ diffamiert und damit in eine marxistisch-jüdische Ecke gedrängt. All dies bildete den Nährboden für viele nichtjüdische Kollegen, aus dem heraus sich ihre Vorurteile gegenüber einer deutschen Minderheit verfestigten. Bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sorgten die ärztlichen Spitzenorganisationen, Hartmannbund und Deutscher Ärztevereinsbund, mit dafür, die als rassisch minderwertig oder als politisch nicht konform angesehenen Ärzte aus ihren Stellen zu vertreiben (2). Bereits im März und April 1933 waren im Deutschen Ärzteblatt und in den Ärztlichen Mitteilungen „Huldigungstelegramme“ zu lesen, in denen die organisierte Ärzteschaft die neuen Machthaber „freudigst“ begrüßte und dem „Herrn Reichskanzler“ als Diener der Volksgesundheit treueste Pflichterfüllung gelobte (3). Proteste dagegen dürfte es kaum gegeben haben.
Gleichschaltung der deutschen Ärzte war rasch vollzogen
Vielmehr löste diese Entwicklung bei vielen Ärzten und Standesvertretern Emotionen, die nun öffentlich und ohne Hemmungen formuliert wurden. So ist in der Zeitschrift des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes „Ziel und Weg“ im März 1933 zu lesen, dass Juden in der Leitung des Ärztestandes „genau so wenig Platz“ hätten „wie die veralteten und verkalkten Vertreter einer parlamentarisch-demokratischen Vergangenheit“ (4). Im März 1933 fand in München eine Versammlung von mehreren Hundert Ärzten statt, auf der der sofortige Rücktritt aller Juden und Marxisten aus den Vorständen und Ausschüssen der ärztlichen Organisation gefordert wurde (5). Daraufhin gab der Vorsitzende beider Spitzenverbände, Alfons Stauder, im Einverständnis mit Reichsärzteführer Gerhard Wagner folgende Anordnung bekannt: „In Durchführung ihres Beschlusses, Geist und Form der ärztlichen Verbände der politischen Neuordnung anzugleichen, ersuchen die Vorstände des Ärztevereinsbundes und des Hartmannbundes ihre Untergliederungen, im Sinne der Forderung der deutschen Ärzteschaft beschleunigt dafür Sorge zu tragen, daß aus Vorständen und Ausschüssen die jüdischen Mitglieder ausscheiden und Kollegen, die sich innerlich der Neuordnung nicht anschließen können, ersetzt werden.“ (6) Die Gleichschaltung der deutschen Ärzteschaft war rasch vollzogen. Die Demokratie war „endgültig zu Grabe getragen“ – so schrieb bereits 1933 Karl Haedenkamp, langjähriger Standesfunktionär in führender Stellung nicht nur während der NS-Zeit, herablassend in den Ärztlichen Mitteilungen (7).
Rasch begann man damit, die rechtliche Gleichstellung der Juden wieder rückgängig zu machen: Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom April 1933 ermächtigte die Behörden, Beamte „nichtarischer Abstammung“ in den Ruhestand zu versetzen oder aus dem Staatsdienst zu entlassen, und reduzierte die Juden auf ihre „rassische Abstammung“; denn als „nichtarisch“ galt, wer einen jüdischen Eltern- oder Großelternteil hatte. Bis 1937 folgte eine Reihe von Verordnungen, mit denen jüdische Ärzte immer weiter ausgegrenzt wurden. Mit der Vierten Verordnung zum Reichsbürgergesetz entzogen die Nationalsozialisten ausnahmslos allen jüdischen Ärzten die Approbation zum 30. September 1938. Mitte 1938 galt die Ausschaltung der jüdischen Ärzte als beendet, sodass Wagner befriedigt feststellen konnte: „Diesen jüdischen Verbrechern ist jetzt das Handwerk gelegt.“ (8) Ende 1938 verblieben noch 285 von vermutlich 9 000 jüdischen Ärzten, die mit einer Sondergenehmigung als „Krankenbehandler“ jüdische Patienten ärztlich versorgen durften (9).
Herbert Lewin: Bereits frühzeitig engagierte er sich politisch. Foto: Zentralrat der Juden in Deutschland
Herbert Lewin: Bereits frühzeitig engagierte er sich politisch. Foto: Zentralrat der Juden in Deutschland
In diesem Kontext muss man auch die jüdischen Ärzte Dr. Herbert Lewin (1899 bis 1982) und Dr. Käte Frankenthal (1889 bis 1976) verstehen, deren Geschichte die Grafikerin und Zeichnerin Elke Steiner in Form von Comics umgesetzt hat. Diese im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte
Comic-Serie, die in weiteren Heften fortgesetzt wird, ist eine seriöse und gut recherchierte Verarbeitung eines dunklen Kapitels deutscher Geschichte.
Lewin wuchs um die Jahrhundertwende in einem bürgerlich-liberalen Elternhaus im Bezirk Bromberg auf, wo Polen und Deutsche der Bürgerschicht miteinander lebten; um keine Seite zu diskreditieren, sprach man französisch. Wie so viele andere Juden auch wurde Lewin im Ersten Weltkrieg Soldat – ein damals selbstverständlicher Einsatz für das Vaterland. 1919 begann er zunächst ein Studium der Landwirtschaft und Staatswissenschaften, um später den landwirtschaftlichen Betrieb des Vaters übernehmen zu können, entschied sich dann aber doch, Medizin zu studieren. 1925 heiratete er die Berliner Ärztin Dr. Alice Belgard. 1931 ließ sich Herbert Lewin als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Berlin nieder. Seine berufliche Perspektive war jedoch nicht die freie Praxis, sondern eine ärztlich-wissenschaftliche Laufbahn. So reichte er 1932 seine Habilitationsschrift ein, deren Annahme jedoch aus antisemitischen Gründen verweigert wurde, was man aber selbstverständlich so nicht öffentlich formulierte. Neben seiner praktischen und wissenschaftlichen Arbeit bestimmte auch die Politik sein Leben: Seit 1922 war Lewin SPD-Mitglied; damit galt er für die Nationalsozialisten als „jüdisch-bolschewistisch“. 1935 wurde Lewin Chefarzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung des Berliner Jüdischen Krankenhauses, 1937 erhielt er eine Anstellung im Krankenhaus des Israelitischen Asyls in Köln. Mit der Vierten Verordnung zum Reichsbürgergesetz wurde auch ihm die Approbation entzogen; als „Krankenbehandler“ erhielt er die Erlaubnis, jüdische Patienten medizinisch zu versorgen. Im Oktober 1941 wurden Herbert Lewin und seine Frau Alice in das Lodzscher Ghetto deportiert; Alice Lewin hat die KZ-Haft nicht überlebt. Lewin zählte sich selbst zu den wenigen Juden, die „durch großen Zufall dem Inferno“ entrinnen konnten.
Weiterhin judenfeindliche Ressentiments
Nach dem Ende des Krieges konnte er seinen medizinisch-wissenschaftlichen Weg fortsetzen. Nach seiner Habilitation an der Universität zu Köln im Jahr 1948 wurde er 1950 Chefarzt an der Städtischen Frauenklinik in Offenbach. Seine Berufung nach Offenbach war vom ersten großen antisemitischen Skandal in der Bundesrepublik Deutschland überschattet: Lewin wurde von Ärzten im Offenbacher Gemeinderat, Ärzten und Krankenschwestern des Offenbacher Krankenhauses und dem CDU-Bürgermeister der Stadt abgelehnt. Begründung: Lewin würde mit dem Rachegefühl eines KZlers seine Arbeit antreten, keine Frau könne sich ihm mit ruhigem Gewissen anvertrauen (10). Erst die Intervention der vorgesetzten Behörden und ein weltweiter öffentlicher Protest veranlassten den Offenbacher Magistrat, sein Votum zu korrigieren.
Aus Haedenkampstraße wird Herbert-Lewin-Straße
Die Jahre bis zu seinem Tod im September 1982 waren ausgefüllt mit ärztlicher Tätigkeit, wissenschaftlicher Arbeit und dem Engagement für die Interessen der Juden in Deutschland und Israel. Auf Vorschlag der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und auf Antrag der SPD-Fraktion beschloss die Bezirksvertretung des Kölner Stadtteils Lindenthal 1986 einstimmig die Umbenennung der dortigen Haedenkampstraße, Sitz der Bundes­ärzte­kammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, in Herbert-Lewin-Straße. Das Deutsche Ärzteblatt kommentierte damals provozierend: Nun sei der Name Haedenkamps auf den Straßenschildern „ausgemerzt“ worden (11).
Käte Frankenthal: Schwierige Jahre der Emigration in den USA Foto: Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, Sozialpolitisches Archiv
Käte Frankenthal: Schwierige Jahre der Emigration in den USA Foto: Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, Sozialpolitisches Archiv
Käte Frankenthal hat eine Autobiografie hinterlassen, mit der sie 1940 – Frankenthal war bereits 1933 ins Exil gegangen – an einem Preisausschreiben der Harvard University teilgenommen hatte. Ihre Lebenserinnerungen beginnen mit dem Satz „Ich bin eine jüdische, intellektuelle Sozialistin – dreifacher Fluch!“ (12) Frankenthal war in vielerlei Hinsicht eine bewundernswerte Person: energisch, engagiert, willensstark. Als eine der ersten Frauen erhielt sie 1914 die deutsche Approbation. Ihr ärztliches Profil erarbeitete sie sich als Land- und Militärärztin, als Stadt- und Schulärztin, in verschiedenen Forschungsinstituten der Berliner Charité. Als Politikerin profilierte sie sich in der SPD, der sie seit 1919 angehörte, als Bezirks- und Stadtverordnete in Berlin, als Preußische Landtagsabgeordnete. 1931 wechselte sie zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands über. Der Verein Sozialistischer Ärzte, der bereits Anfang der Dreißigerjahre vor den Nationalsozialisten als den „Feinden der Volksgesundheit“ gewarnt hat, wählte Käte Frankenthal in ihren Vorstand. Sie setzte sich für die Frauenstimmrechtsbewegung und die Abschaffung des § 218 StGB genauso ein wie für die kommunale Verantwortung hinsichtlich der Eheberatungsstellen. Auf sie ging 1930 eine Verordnung des Magistrats zurück, Frauen durch unentgeltliche Beratung und Bereitstellung von präventiven Mitteln die erforderliche Hilfe zur Geburtenregelung zu geben (13). Nach dem Tod ihrer Eltern, die sehr religiös waren, trat sie 1923 aus der jüdischen Gemeinde aus – vielleicht war das ihr Weg der Assimilation und Akkulturation, und ohnehin lag es für eine Sozialistin nahe, der Religion den Rücken zu kehren.
Bereits im März 1933 wurde Frankenthal aus dem öffentlichen Dienst entlassen, da sie als „national unzuverlässig“ und „nichtarisch“ galt. Über große Umwege gelang es ihr schließlich, nach New York zu emigrieren. In den ersten Exil-Jahren lebte sie praktisch mittellos; sie hat zwar schnell die Zulassung zur ärztlichen Praxis für den Staat New York erhalten, dies war aber keine Garantie für eine berufliche Tätigkeit. So schlug sie sich als Gelegenheitsarbeiterin durch. 1943 begann sie ein Psychologiestudium; seit 1947 arbeitete sie neben der inzwischen eröffneten Privatpraxis als Familientherapeutin und Psychoanalytikerin beim Jewish Family Service, der größten Wohlfahrts-Selbsthilfe-Organisation in New York. Die Behandlung der Angst machte sie zu ihrem therapeutischen Arbeitsschwerpunkt.
Auch im Exil waren die Entfaltungsmöglichkeiten von Emigranten stark beschränkt. Wenngleich Frankenthal in den USA Asyl und ein Recht auf Arbeit erhielt und so dem Terrorapparat der Nationalsozialisten entrinnen konnte, hatte sie auch dort große Hindernisse auf dem Weg zur ärztlichen und politischen Tätigkeit zu überwinden. Käte Frankenthal passte sich zwar der US-amerikanischen Gesellschaft schnell an, aber dennoch war ihr Leben in den USA nicht frei von finanzieller Not, beruflichen Rückschlägen und privaten Enttäuschungen (14).
Sowohl Herbert Lewin als auch Käte Frankenthal stehen beispielhaft für diejenigen deutschen Ärztinnen und Ärzte, denen die Existenz und Möglichkeit beruflicher Verwirklichung brutal genommen wurde. Der Nationalsozialismus – und mit ihm ein Großteil der deutschen Gesellschaft – hat beiden Wunden zugefügt, die ihr Leben lang nicht heilen konnten.

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das im Internet unter www.aerzteblatt.de/lit1904 abrufbar ist.

Dr. phil. Rebecca Schwoch
Dr. phil. Walter Wuttke
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1.
Schmiedebach: Vortrag. In: http://www.kvberlin.de/Homepage/organ/chronik/vortragschmiedebach.pdf, 13. April 2004; 2–6.
2.
Schwoch Rebecca: Ärztliche Standespolitik im Nationalsozialismus. Julius Hadrich und Karl Haedenkamp als Beispiele (= Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften, Bd. 95). Husum: Matthiesen-Verlag 2001; 92–163. Projektgruppe „Volk und Gesundheit“ (Hrsg.): Volk und Gesundheit. Heilen und Vernichten im Nationalsozialismus. Tübingen 1982. Jütte Robert (Hrsg.): Geschichte der deutschen Ärzteschaft. Organisierte Berufs- und Gesundheitspolitik im 19. und 20. Jahrhundert. Köln 1997. Bleker Johanna, Jachertz Norbert (Hrsg.): Medizin im „Dritten Reich“, 2. Aufl., Köln 1983.
3.
Schneider Gerhard: Mitteilungen der Geschäftsstelle. In: Dtsch Ärztebl 1933; 62: 133–134. Schriftleitung der Ärztlichen Mitteilungen: Huldigungstelegramme an den Herrn Reichspräsidenten und den Herrn Reichskanzler. In: Ärztliche Mitteilungen 1933; 34: 287.
4.
Ziel und Weg 1933; 3: 36 [Heft3/4].
5.
Ziel und Weg 1933; 3: 39.
6.
Münchener Medizinische Wochenschrift 1933; 80: 517.
7.
Haedenkamp Karl: Der Arzt im neuen Staate. In: Ärztliche Mitteilungen 1933; 34: 333–334. Vgl. zu Haedenkamp: Schwoch, Rebecca: Ärztliche Standespolitik im Nationalsozialismus, 2001; 68–91.
8.
Wagner Gerhard: Rasse und Volksgesundheit. In: Der Parteitag Großdeutschland vom 5. bis 12. September 1938. Offizieller Bericht über den Verlauf des Reichsparteitages mit sämtlichen Kongressreden. München 1938; 122–133.
9.
Leibfried Stephan, Tennstedt Florian: Berufsverbote und Sozialpolitik 1933. Die Auswirkungen der nationalsozialistischen Machtergreifung auf die Krankenkassenverwaltung und die Kassenärzte. Analyse. Materialien zu Angriff und Selbsthilfe. Erinnerungen (=Arbeitspapiere des Forschungsschwerpunktes Reproduktionsrisiken, soziale Bewegungen und Sozialpolitik, Nr. 2, Universität Bremen). Bremen 1981; 106.
10.
Wuttke Walter: Die Aufarbeitung der Medizin im „Dritten Reich“ durch die deutsche Medizinhistoriographie. In: Argument Sonderband 186; 156–175; ders.: Das Schicksal jüdischer Ärzte in Deutschland: Herbert Lewin. In: Demokratisches Gesundheitswesen. Zeitschrift für Gesundheits- und Sozialberufe 1986, 7/8: 42–45.
11.
roe: Gedenken an Herbert Lewin. In: Dtsch Ärztebl 1986; 83: 1733. Wörtlich heißt es hier: „Die Politiker der Bezirksvertretung sahen 1986 einen Sinn darin, den Namen eines Mannes auf den Straßenschildern ,auszumerzen’, der noch drei Jahrzehnte zuvor wegen seiner Verdienste um den Aufbau des demokratischen Gesundheitswesens nach 1945 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden ist.“
12.
Frankenthal Käte: Der dreifache Fluch: Jüdin, Intellektuelle, Sozialistin. Lebenserinnerungen einer Ärztin in Deutschland und im Exil. Hrsg. von Kathleen M. Pearle, Stephan Leibfried. Frankfurt am Main, New York 1981.
13.
Meyer Bernhard: Eine Medizinerin in der Politik. Die Ärztin Käte Frankenthal (1889–1976). In: Berlinische Monatsschrift 1999; 7: 67–71.
14.
Pearle Kathleen M, Leibfried Stephan: Endpunkte einer Flucht. K. Frankenthal in den USA (1936–1976). In: Frankenthal, Käte: Der dreifache Fluch, 1981; 249–270.
1. Schmiedebach: Vortrag. In: http://www.kvberlin.de/Homepage/organ/chronik/vortragschmiedebach.pdf, 13. April 2004; 2–6.
2. Schwoch Rebecca: Ärztliche Standespolitik im Nationalsozialismus. Julius Hadrich und Karl Haedenkamp als Beispiele (= Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften, Bd. 95). Husum: Matthiesen-Verlag 2001; 92–163. Projektgruppe „Volk und Gesundheit“ (Hrsg.): Volk und Gesundheit. Heilen und Vernichten im Nationalsozialismus. Tübingen 1982. Jütte Robert (Hrsg.): Geschichte der deutschen Ärzteschaft. Organisierte Berufs- und Gesundheitspolitik im 19. und 20. Jahrhundert. Köln 1997. Bleker Johanna, Jachertz Norbert (Hrsg.): Medizin im „Dritten Reich“, 2. Aufl., Köln 1983.
3. Schneider Gerhard: Mitteilungen der Geschäftsstelle. In: Dtsch Ärztebl 1933; 62: 133–134. Schriftleitung der Ärztlichen Mitteilungen: Huldigungstelegramme an den Herrn Reichspräsidenten und den Herrn Reichskanzler. In: Ärztliche Mitteilungen 1933; 34: 287.
4. Ziel und Weg 1933; 3: 36 [Heft3/4].
5. Ziel und Weg 1933; 3: 39.
6. Münchener Medizinische Wochenschrift 1933; 80: 517.
7. Haedenkamp Karl: Der Arzt im neuen Staate. In: Ärztliche Mitteilungen 1933; 34: 333–334. Vgl. zu Haedenkamp: Schwoch, Rebecca: Ärztliche Standespolitik im Nationalsozialismus, 2001; 68–91.
8. Wagner Gerhard: Rasse und Volksgesundheit. In: Der Parteitag Großdeutschland vom 5. bis 12. September 1938. Offizieller Bericht über den Verlauf des Reichsparteitages mit sämtlichen Kongressreden. München 1938; 122–133.
9. Leibfried Stephan, Tennstedt Florian: Berufsverbote und Sozialpolitik 1933. Die Auswirkungen der nationalsozialistischen Machtergreifung auf die Krankenkassenverwaltung und die Kassenärzte. Analyse. Materialien zu Angriff und Selbsthilfe. Erinnerungen (=Arbeitspapiere des Forschungsschwerpunktes Reproduktionsrisiken, soziale Bewegungen und Sozialpolitik, Nr. 2, Universität Bremen). Bremen 1981; 106.
10. Wuttke Walter: Die Aufarbeitung der Medizin im „Dritten Reich“ durch die deutsche Medizinhistoriographie. In: Argument Sonderband 186; 156–175; ders.: Das Schicksal jüdischer Ärzte in Deutschland: Herbert Lewin. In: Demokratisches Gesundheitswesen. Zeitschrift für Gesundheits- und Sozialberufe 1986, 7/8: 42–45.
11. roe: Gedenken an Herbert Lewin. In: Dtsch Ärztebl 1986; 83: 1733. Wörtlich heißt es hier: „Die Politiker der Bezirksvertretung sahen 1986 einen Sinn darin, den Namen eines Mannes auf den Straßenschildern ,auszumerzen’, der noch drei Jahrzehnte zuvor wegen seiner Verdienste um den Aufbau des demokratischen Gesundheitswesens nach 1945 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden ist.“
12. Frankenthal Käte: Der dreifache Fluch: Jüdin, Intellektuelle, Sozialistin. Lebenserinnerungen einer Ärztin in Deutschland und im Exil. Hrsg. von Kathleen M. Pearle, Stephan Leibfried. Frankfurt am Main, New York 1981.
13. Meyer Bernhard: Eine Medizinerin in der Politik. Die Ärztin Käte Frankenthal (1889–1976). In: Berlinische Monatsschrift 1999; 7: 67–71.
14. Pearle Kathleen M, Leibfried Stephan: Endpunkte einer Flucht. K. Frankenthal in den USA (1936–1976). In: Frankenthal, Käte: Der dreifache Fluch, 1981; 249–270.

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