ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2004Wirksamkeit von Lansoprazol bei Nussknacker-Ösophagus

MEDIZIN: Referiert

Wirksamkeit von Lansoprazol bei Nussknacker-Ösophagus

Dtsch Arztebl 2004; 101(20): A-1438 / B-1199 / C-1153

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LNSLNS Ein gastroösophagealer Reflux führt nicht nur zu Sodbrennen und einer erosiven Refluxkrankheit, sondern nicht selten auch zu hypertensiven Motilitätsstörungen der Speiseröhre. Ösophaguskontraktionen mit hohen Amplituden sind charakteristisch für den so genannten Nussknacker-Ösophagus, bei dem auch ein gastroösophagealer Reflux als auslösender Faktor infrage kommt.
Die Autoren berichten über eine placebokontrollierte Studie an 19 Patienten mit phasischen Kontraktionen der Speiseröhre von über 180 mm Hg, verbunden mit retrosternalen Schmerzen, die mit zweimal 30 mg Lansoprazol oder Placebo für acht Wochen behandelt wurden. Unter dem Protonenpumpenblocker kam es zu einer signifikanten Reduktion der Schmerzintensität und Schmerzdauer, Änderungen des Motilitätsmusters waren jedoch nicht zu registrieren. Ein ähnliches Verhalten war jedoch auch unter einer Placebomedikation zu registrieren, sodass die Autoren bezweifeln, ob Säure als auslösender Faktor beim Nussknacker-Ösophagus eine Rolle spielt, zumal sich im Motilitätsmuster keine Änderungen ergaben. w

Borjesson M, Rolny P, Mannheimer C et al.:Nutcracker oesophagus: a double-blind, placebo-controlled, cross-over study of the effects of lansoprazole. Aliment Pharmacol Ther 2003; 18: 1129–35.
Dr. M. Borjesson, Multidisciplinary Pain Center, Department of Medicine, Sahlgrenska University Hospital/Ostra, 416 85 Göteborg, Schweden, E-Mail: mats.brjesson@telia.com

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