ArchivDeutsches Ärzteblatt48/1996Hamburg: Krankenhäuser in Bedrängnis

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Hamburg: Krankenhäuser in Bedrängnis

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LNSLNS HAMBURG. Die gesundheitspolitische Sparwelle hat auch den Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg (LBK) erfaßt. Das Unternehmen, das zehn Krankenhäuser mit 7 600 Planbetten betreibt, stehe vor der größten Herausforderung seit seiner Gründung im Jahr 1981, sagten die Vorstände Dr. Hartwig Mellmann und Heinz Lohmann bei der Bilanzpressekonferenz.
Die Forderung der Krankenkassen nach einer zehnprozentigen Reduzierung des Jahresbudgets würde Einsparungen im Sach- und Personalbereich von 170 Millionen DM zum 1. Januar 1997 erfordern. Geplant war hingegen ein Rationalisierungsprogramm von 200 Millionen DM bis zum Jahr 2000. Dazu wollte der LBK 1 800 Arbeitsplätze unter anderem im ärztlichen Bereich abbauen. Ferner sei an kostensparende Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten und privaten Kliniken gedacht.
Sollten die Kassen den ursprünglichen Plan nicht mittragen, sei der Vorstand gezwungen, mit einem Sofortprogramm zu reagieren und ganze Krankenhauseinheiten zur Disposition zu stellen.
Der Präsident der Ärztekammer Hamburg, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, kritisierte die drohende Entwicklung: "Die Krankenkassen berücksichtigen nicht die notwendige Qualität der stationären Versorgung, nur das gesundheitspolitische Spardiktat." kr
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