ArchivDeutsches Ärzteblatt48/1996Unicef: Afghanistan leidet an Kriegsfolgen

POLITIK: Nachrichten - Ausland

Unicef: Afghanistan leidet an Kriegsfolgen

afp; Korzilius, Heike

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LNSLNS BONN. In Afghanistan sterben nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) jährlich rund 280 000 Kinder, die meisten an behandelbaren Krankheiten wie Durchfall, Masern oder Atemwegsinfektionen. Jedes vierte Kind stirbt vor seinem fünften Lebensjahr an den Folgen von Mangelernährung und schlechter Gesundheitsversorgung. Nur wenige Gesundheitszentren seien noch funktionsfähig, sagte der Vorsitzende von Unicef-Deutschland, Reinhard Schlagintweit. Vor allem die Kälte und die schlechten hygienischen Bedingungen machten den Kindern zu schaffen.
Außerdem würden jedes Jahr rund 8 000 Menschen durch Minen verstümmelt oder getötet, darunter viele spielende Kinder. Schlagintweit appellierte an den Bonner Haushaltsausschuß, die vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellten Gelder zur Minenräumung in Afghanistan zu genehmigen. Das Auswärtige Amt hatte 1995 zehn Millionen DM bereitgestellt. afp/HK
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