ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2004Dialog: Abstimmung mit den Füßen
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LNSLNS Nach fünf Jahren in der eigenen Praxis haben viele der niedergelassenen Kollegen Folgendes verstanden: Die meisten ihrer chronisch kranken Patienten sind beim Heilpraktiker in Behandlung, und sie sind für Notfälle und die Krankschreibung zuständig. Das Ausbildungsprogramm der Heilpraktiker für z. B. Homöopathie hat in etwa den doppelten Umfang der Ausbildung, die wir Ärzte in diesem Fach bekommen. So wurde es 2003 vom Deutschen Ärztetag, gegen den Einspruch des Berufsverbandes der homöopathischen Ärzte, beschlossen. Die Abstimmung mit den Füßen hat längst stattgefunden. Die Patienten gehen lieber zum Heilpraktiker. Der ist in Homöopathie, in der Regel, besser ausgebildet als wir Ärzte. Ein Dialog zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin ist nur möglich, wenn beide Seiten dialogbereit sind. Offensichtlich sind dafür die Weltbilder zu unterschiedlich.
Dr. med. Christof Zang, Eckenerstraße 15, 63739 Aschaffenburg
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