ArchivDeutsches Ärzteblatt48/1996Frühe Entlassung nach gastrointestinaler Blutung möglich

MEDIZIN: Referiert

Frühe Entlassung nach gastrointestinaler Blutung möglich

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LNSLNS Die meisten Patienten mit einer akuten gastrointestinalen Blutung werden stationär eingewiesen und bleiben mehr oder weniger lange unter stationärer Beobachtung. Die Autoren haben ein Scoringsystem erarbeitet, mit dem entschieden werden kann, ob der Patient bald nach Aufnahme entlassen werden kann oder ob ein längerfristiger stationärer Aufenthalt erforderlich wird. Alter (Score 0 bis 2), Schocksymptomatik (0 bis 2), Komorbidität (0 bis 3), Diagnose (0 bis 2) und endoskopische Stigmata einer frischen Blutung (0 bis 2) ergaben einen maximal möglichen Score von 11. Bei einer Analyse von 2 531 Patienten mit akuter gastrointestinaler Blutung wiesen 744 (29,4 Prozent) einen Score von 2 und weniger auf. Nur bei 32 (1,3 Prozent) kam es zu einer Rezidivblutung, nur eine Person verstarb. Die durchschnittliche Verweildauer bei Patienten mit einem Score von 2 und weniger betrug vier Tage. Die Autoren empfehlen eine frühzeitige Endoskopie und eine Entlassung der Patienten, die einen niedrigen Score aufweisen. w
Rockall TA, Logan RFA, Devlin HB et al.: Selection of patients for early discharge or outpatient care after acute upper gastrointestinal haemorrhage. Lancet 1996; 347: 1138–1140
Royal College of Surgeons of England, London WC2A 3PN, Großbritannien

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