ArchivDeutsches Ärzteblatt48/1996Ulcus duodeni schützt vor Magenkarzinom

MEDIZIN: Referiert

Ulcus duodeni schützt vor Magenkarzinom

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LNSLNS Schon seit längerem ist bekannt, daß Patienten mit Ulcus-duodeni-Anamnese selten an einem Magenkarzinom erkranken. Unter dem Aspekt der Helicobacter-pylori-Besiedlung der Magenschleimhaut wurde das Karzinomrisiko bei 57 936 Patienten analysiert, die 9,1 Jahre nachbeobachtet werden konnten. Bei 29 287 Patienten mit einem Ulcus ventriculi war das Magenkarzinomrisiko um den Faktor 1,8 erhöht, während bei den 24 456 Patienten mit Ulcus-duodeni-Anamnese das Risiko, ein Magenkarzinom zu entwickeln, mit 0,6 errechnet wurde. Die Autoren führen den Zusammenhang zwischen Ulcus ventriculi und Magenkarzinom auf die durch Helicobacter pylori induzierte atrophische Gastritis zurück. Beim Ulcus-duodeni-Leiden bestehen offensichtlich Faktoren, die vor der Entwicklung eines Magenkarzinoms schützen. w
Hansson L-E, Nyren O, Hsing AW, et al.: The risk of stomach cancer in patients with gastric or duodenal ulcer disease. N Engl J Med 1996; 335: 242–249
Department of Cancer Epidemiology
University Hospital and Department of Statistics, Uppsala University, Uppsala, Schweden.

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