ArchivDeutsches Ärzteblatt48/1996Wo der Berliner Weihnachtsbaum herkam

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Wo der Berliner Weihnachtsbaum herkam

Uhlmann, U.

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LNSLNS Seinen Namen hat der Erholungsort Friedrichsbrunn auf den Höhen des Harzes König Friedrich II. von Preußen zu verdanken. Im Jahre 1754 rastete er auf einer Inspektionsreise am legendenumwobenen "Ungetreuen Brunnen". In der Folge wurden, weil’s dem König so gut gefiel, hier "Ausländer" aus Braunschweig und Anhalt angesiedelt, und der Flecken erhielt mit allergnädigster Genehmigung seine heutige Ortsbezeichnung.
Die Bewohner fristeten damals in dieser recht unwirtlichen Gegend als Holzfäller und Köhler ihr Leben. Später, um 1866, begann das große Geschäft mit dem "Krickstock", und bald bestritten in Friedrichsbrunn 30 Stockmacher mit der Anfertigung von Spazierstöcken ihren Lebensunterhalt. So richtig aufwärts ging es dann, als der Weihnachtsbaum in Mode kam. Friedrichsbrunn mauserte sich im Laufe der Zeit zum Hauptlieferanten für die Reichshauptstadt. Fast 60 Weihnachtsbaumgroßhändler waren im Ort zu Hause.
Heute ist Friedrichsbrunn einer der beliebtesten Luftkurorte im Ostharz. 170 Kilometer markierte Wander- wege laden zum Entdecken der Umgebung ein. Wer gut zu Fuß ist, kann das "Friedrichsbrunner Wanderzeichen" mit nach Hause nehmen. Für den Naturfreund gibt es aber auch noch andere Reize. So kann er mit etwas Glück botanische Raritäten wie Arnika, Türkenbundlilie oder Seidelbast bewundern oder das dicht am Ort liegende Flächennaturdenkmal "Trollblumenwiese" besuchen (Touristinformation, Hauptstraße 116, 06507 Friedrichsbrunn, Tel 03 98 47/2 88). U. Uhlmann
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