ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1996Qualitätssicherung: Namensbändchen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Qualitätssicherung: Namensbändchen

Kauschke, Thomas

Zur Vermeidung von Verwechslungen im OP
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LNSLNS In Abständen wird von den Medien über Verwechslungen von Patienten oder Verwechslung der zu operierenden Seite berichtet. Die Dunkelziffer von Beinahe-Katastrophen ist groß. Die Gründe sind vielfältig. Selbst wenn sich der Operateur am Tag vor der Operation mit dem Patienten und der durchzuführenden Operation auseinandersetzt und im OP-Saal seine Akte vorfindet, ist dies noch nicht die Garantie dafür, daß dieser sich auch auf dem Tisch befindet. Bei bereits intubiertem, im Gesicht abgeklebtem und eventuell auch schon abgedecktem Patienten ist eine Identifizierung mitunter sehr schwierig. Im Rahmen der allfälligen Qualitätssicherung ein Vorschlag zur Sicherstellung, daß der richtige Patient auch der richtigen Operation zugeführt wird:
Am Patienten wird auf Station am Tag vor der Operation an einer Extremität, welche für den speziellen Eingriff nicht gebraucht wird, im Rahmen der OP-Aufklärung ein Namensbändchen (ähnlich dem auf Säuglingsstationen) angebracht. Auf dem Schild stehen Name, Geburtsdatum und geplanter Eingriff. Der Operateur muß dieses Schild im OP-Saal gegenzeichnen und mit der Patientenakte vergleichen. Ein derartiges Vorgehen dürfte eine Verwechslung nahezu unmöglich machen.
Dr. med. Thomas Kauschke, Schießstättstraße 39 a, 82515 Wolfratshausen
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