ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1996Arzthelferinnen: Überflüssiger Ehrgeiz

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzthelferinnen: Überflüssiger Ehrgeiz

Seimer, Sigmar

Zu dem Beitrag "Ohne uns geht nichts" von Dr. Sabine Glöser in Heft 44/1996
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LNSLNS "Ohne sie geht wirklich nichts" in einer funktionierenden Praxis! Fraglich ist auch, eine eingefahrene und allgemein anerkannte Berufsbezeichnung, wie Arzthelferin, nunmehr als Ausdruck minderbemittelten Leistungsvermögens im beruflichen Alltag anzusehen. Der Ausdruck Medikantin ruft Assoziationen zum Meßdiener hervor, die Medikantin, die Medikation treibt!
Wenn man schon den überflüssigigen Ehrgeiz hat, nach neuen Namen zu suchen, dann sollte man sich mehr Mühe geben, die "grauen Zellen" anzustrengen, als mit solch billigem Angebot. Wie wäre es mit, als Beispiel, Sprechstundenschwester oder Sprechstundenpfleger oder Praxisassistentin oder Sprechstundenassistentin? Was an dem Begriff Medikantin, außer ungewohnt zu sein, aufrüttelnd oder provozierend sein soll, verschließt sich dem nachdenkenden Leser.
Dr. med. Sigmar Seimer, Öjendorfer Damm 52, 22043 Hamburg
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