ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1996Wissenschaft: Warum die Schmähung?

SPEKTRUM: Leserbriefe

Wissenschaft: Warum die Schmähung?

Lüders, Chr.

Zu dem Kommentar "Von der Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit unserer Universitäten" von Prof. Dr. med. Wolfgang Forth in Heft 40/1996 und den Leserbriefen dazu in Heft 44/1996
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LNSLNS Wir hätten es ja von vornherein wissen müssen: Alles ist gut, alles ist schön, nur die Studenten werden immer schlechter . . . Wenn ich die "richtigen" Leute um einen Artikel bitte, dann erhalte ich auch die "richtige" Antwort. Norbert Blüm wird den Zustand unseres Sozialstaates im großen und ganzen mit "gut" belobigen. Der Bock lobt halt gerne seine Gartenarbeit!
Gegen welches rote Tuch rennt hier der Autor? Warum die Schmähung der amerikanischen Pädagogikberater? Mehrarbeit? Als Ex-Student von anglo-amerikanischen Universitäten (und deutschen) kann ich das Lernen in kleinen Gruppen nur empfehlen, es ist sehr effizient: time is money – auch für Studenten!
Gerade in der Medizin gibt es hervorragende Lehrbücher, in denen ein Stoff schneller und oft weniger tendenziös als in der "Großen Hauptvorlesung" dargeboten wird. Der Autor weist darauf hin, daß Studenten zum eigenen Lernen angehalten werden sollen. Somit sind die üblichen Grundvorlesungen im Frontalunterricht weitgehend überflüssig geworden. Das Deutsche Ärzteblatt möge uns doch solche unkritischen Artikel für die Zukunft ersparen.
Dr. med. Chr. Lüders, Große Allee 30, 34454 Arolsen
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