szmtag Erläuterungen zu Änderungen und Ergänzungen der Psychotherapie-Richtlinien
ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2004Erläuterungen zu Änderungen und Ergänzungen der Psychotherapie-Richtlinien

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Erläuterungen zu Änderungen und Ergänzungen der Psychotherapie-Richtlinien

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LNSLNS Bei den Ergänzungen der Psychotherapie-Richtlinien handelt es sich um Modifizierungen der in Abschnitt F III. 2. der Psychotherapie-Richtlinien festgelegten Sachverhalte für die Möglichkeit einer Befreiung für die Gutachterpflicht bei Kurzzeittherapie. Teilweise sind diese Sachverhalte durch Rundschreiben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung den Kassenärztlichen Vereinigungen als Empfehlungen des Arbeitsausschusses Psychotherapie-Richtlinien in den letzten Jahren schon weitergeleitet worden. Sie werden jetzt explizit in den Psychotherapie-Richtlinien verankert.
Dies betrifft zum einen die Möglichkeit der Anrechnung von 15 Therapiegenehmigungen für analytische Langzeittherapien auf die 35 vorzulegenden Therapiegenehmigungen im Gutachterverfahren für die Befreiung von der Gutachterpflicht bei tiefenpsychologisch fundierter Kurzzeittherapie und zum anderen die Möglichkeit, im Bereich der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie 35 Therapiegenehmigungen für die Befreiung bei tiefenpsychologisch fundierter Kurzzeittherapie bei Kindern und Jugendlichen sowohl für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie als auch für tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie vorlegen zu können.
Neu aufgenommen wurde die Möglichkeit, dass für eine Befreiung von der Begründungspflicht für einen Antrag auf Kurzzeittherapie von Kindern und Jugendlichen in einem Richtlinienverfahren bei den Therapeuten, die sowohl eine Abrechnungsgenehmigung für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen als auch für die Behandlung von Erwachsenen haben, bei den 35 vorzulegenden Therapiegenehmigungen im Gutachterverfahren auch bis zu 15 Therapiegenehmigungen für Psychotherapie von Erwachsenen in dem jeweiligen Richtlinienverfahren angerechnet werden können.
Weiterhin wurde aufgrund der Modifizierung der ärztlichen Weiter­bildungs­ordnung bei den Anforderungen für eine Gutachterqualifikation, wie sie in Abschnitt F III. 3. der Richtlinien festgelegt sind, in Nummer 1 die auf dem Deutschen Ärztetag 2003 beschlossene Gebietsbezeichnung Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ergänzend aufgenommen.
Schließlich hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss beschlossen, dass für die Bewertung neuer psychotherapeutischer Verfahren die „Richtlinie zur Bewertung medizinischer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ (BUB-Richtlinie) in der Fassung vom 1. Dezember 2003 Anwendung finden soll.
Als Anlage sind die entsprechenden Beschlüsse im Wortlaut beigefügt. Diese wurden vom Bundesministerium für Soziales und Gesundheit nicht beanstandet und traten somit am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger – dem 16. 7. 2004 – in Kraft.
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