ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1996„Qualität im Medizinbetrieb„

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„Qualität im Medizinbetrieb„

Juvan

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LNSLNSLNSLNS SCHMITTEN. "Qualität im Medizinbetrieb – für wen, mit wem, zu Lasten von wem?" fragte die Evangelische Akademie Arnoldshain in Schmitten/Taunus und brachte dazu Ärzte, Pflegeberufe und Vertreter der Krankenhäuser an einen Tisch. Während der Gemeinschaftsveranstaltung von Evangelischer Akademie, Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen und Agnes Karll Institut des Deutschen Berufsverbandes für Krankenpflege Mitte November entdeckten die Teilnehmer, daß es angesichts drohender Rationierungen im Gesundheitswesen durchaus gemeinsame Interessen gibt. Bei der Bestandsaufnahme zeigte sich, daß im Klinikbereich in weiten Teilen inzwischen Qualitätssicherungsmaßnahmen nach dem Total Quality Management und – in Ausnahmen – Zertifizierungen nach der Norm DIN/ISO 9000 Einzug gehalten haben. Wie Ärzte und Pflegekräfte durchblicken ließen, liegt das Motiv der Klinikleitungen aber nicht nur in Qualitätsüberlegungen, sondern vor allem in der Hoffnung auf Erschließung von offenen Finanzpotentialen und in Marketingmaßnahmen auf einem hart umkämpften Markt.
Fazit der Veranstaltung: Da im gesamten Gesundheitswesen erstmals auch offen über Rationierungen gesprochen wird, waren sich alle Teilnehmer einig, daß künftig der Qualitätssicherung zunehmend Bedeutung zukommen wird. Dabei gebe es durchaus gemeinsame Interessen von Ärzten, Pflegeberufen und Krankenhäusern ebenso wie zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor. Qualitätszirkel, die berufs- beziehungsweise institutionenübergreifend arbeiten, existieren derzeit jedoch eher selten oder noch gar nicht.
Juvan
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