ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1996UNO-Konvention: Gegen Ausbeutung von Kindern

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UNO-Konvention: Gegen Ausbeutung von Kindern

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LNSLNSLNSLNS Rund 250 Millionen Kinder in Entwicklungsländern müssen unter teilweise extrem harten Bedingungen arbeiten. Davon entfallen etwa 150 Millionen auf Afrika und 80 Millionen auf Asien; in Osteuropa nimmt Kinderarbeit sogar zu. Das sind Ergebnisse einer Studie, die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen Mitte November in Genf vorgelegt hat. Die Organisation fordert deshalb eine internationale Konvention gegen die schlimmsten Auswüchse wie Sklavenarbeit, Schuldknechtschaft und Prostitution.


Der Kinderhandel nimmt noch zu
In den Entwicklungsländern nehmen dem Bericht zufolge die sexuelle Ausbeutung und der Handel mit Kindern immer größere Ausmaße an. Kinderarbeit vor allem in der Landwirtschaft gebe es aber auch in zahlreichen Industriestaaten, darunter den USA, Großbritannien, Italien und Portugal. Die Studie, die erstmals auch Kinder unter zehn Jahren berücksichtigt, kommt zu dem Schluß, daß Kinder entgegen früherer Annahmen nicht in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen zur Arbeit gezwungen werden. Sie seien vielmehr häufig gefügiger als Erwachsene und wüßten weniger über ihre Rechte. Das gilt in den Entwicklungsländern vor allem für Mädchen.
Oft führe die Arbeit bei den betroffenen Kindern zu körperlichen Schäden. So seien in den Philippinen mehr als 60 Prozent der arbeitenden Minderjährigen gefährlichen chemischen und biologischen Substanzen ausgesetzt. 40 Prozent seien bei der Arbeit schwer verletzt oder krank geworden. afp

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